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16.04.2013

17:53 Uhr

Industriedienstleister

Kahlschlag in der Ferrostaal-Zentrale

ExklusivNach der Korruptionsaffäre geht es Ferrostaal weiter nicht gut. Der Essener Industriedienstleister will 175 Stellen in der Zentrale streichen. Der Arbeitsplatz-Abbau ist nur ein Schritt in der Neuausrichtung.

Ferrostaal-Zentrale in Essen: Weitere 175 Arbeitsplätze fallen weg. dpa

Ferrostaal-Zentrale in Essen: Weitere 175 Arbeitsplätze fallen weg.

DüsseldorfDer Industriedienstleister Ferrostaal steht vor einem drastischen Stellenabbau. In der Essener Zentrale sollen 175 der insgesamt 480 Arbeitsplätze wegfallen, wie Geschäftsführer Kay Hanns Ewaldsen dem Handelsblatt bestätigte. Es ist das zweite Sparprogramm, das seit dem Jahr 2009 umgesetzt wird. Vor vier Jahren arbeiteten noch 750 Menschen in der Zentrale.

Die Einschnitte gehen einher mit einer Neuausrichtung der Traditionsfirma, die seit anderthalb Jahren im Besitz der Hamburger Beteiligungsfirma MPC ist. Einige Unternehmensteile wie das Projektgeschäft will der neue Eigentümer nicht mehr in Eigenregie fortführen. So wurde die Projektierung von Kraftwerken - eines der Stammgeschäfte - in eine Gemeinschaftsfirma mit der Schweizer Proman eingebracht.

„An dem Joint Venture halten beide Seiten je 50 Prozent“, sagte Ewaldsen. Er begründete den Schritt mit den veränderten Marktbedingungen. Großprojekte würden anders als früher weitgehend mit lokalen Kräften realisiert. Hinzu komme, dass Ferrostaal die Rückendeckung seiner Banken verloren hat. Diese verlangten für derartige Großprojekte hohe Sicherheiten, die Ferrostaal nicht mehr leisten könne.

Von

mur

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