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11.01.2013

11:34 Uhr

Industriekonzern

Thyssen-Krupp kann Stahlwerk in Brasilien weiter betreiben

Thyssen-Krupp kann den Betrieb in seinem Stahlwerk in Brasilien fortsetzen. Zunächst hatte es so ausgesehen, als würden die Behörden in Rio de Janeiro die Produktion wegen einer fehlenden Lizenz anhalten.

Die Zentrale von Thyssen-Krupp in Essen. Das Stahlwerk des Konzerns in Brasilien läuft vorerst weiter. Auf Dauer soll es aber verkauft werden. AFP

Die Zentrale von Thyssen-Krupp in Essen. Das Stahlwerk des Konzerns in Brasilien läuft vorerst weiter. Auf Dauer soll es aber verkauft werden.

DüsseldorfDas von Pleiten, Pech und Pannen begleitete neue Stahlwerk von Thyssen-Krupp in Brasilien kann dem Konzern zufolge seinen Betrieb fortsetzen. „Der Betrieb hat nicht stillgestanden und läuft weiter“, sagte ein Sprecher am Freitag. Die Behörden in Rio de Janeiro hatten zuvor mitgeteilt, die Produktion wegen einer fehlenden Lizenz zu stoppen. Thyssen-Krupp sprach von Kommunikationsproblemen bei der Einreichung von Dokumenten für eine Lizenz, die alle sechs Monate verlängert werden müsse. Die notwendigen Unterlagen seien aber inzwischen eingereicht worden.

Das Werk in Brasilien ist für Thyssen-Krupp zum Milliardengrab geworden. In der Vergangenheit hatte die Werksführung bereits mit den brasilianischen Behörden wegen Vorwürfen der Umweltverschmutzung im Clinch gelegen. Darum sei es diesmal aber nicht gegangen, betonte das Unternehmen. An der Anlage ist der brasilianische Vale-Konzern mit 27 Prozent beteiligt.

Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger will die neuen Stahlwerke in Übersee – neben dem Werk in Brasilien auch ein weiteres in den USA – rasch abstoßen. Die Sparte Steel Americas hatte im vergangenen Geschäftsjahr einmal mehr dem Konzern die Bilanz verhagelt. Nach Abschreibungen auf die Stahlwerke fuhr Thyssen-Krupp einen Verlust von fünf Milliarden Euro ein.

Von

rtr

Kommentare (1)

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An_Interested_Reader

11.01.2013, 19:40 Uhr

This plant has been running since 2010, renewing its operating license every 6 months since then, and suddenly runs into "communication problems" in a process of submitting information which they should have, by now, developed into a routine? Something about the details as provided by TK doesn't seem to make sense.

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