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25.11.2014

19:58 Uhr

Infront-Verkauf

Sportrechtevermarkter soll 900 Millionen Euro bringen

900 Millionen Euro soll der Verkauf des Schweizer Sportrechte-Vermarkters Infront einem Insider zufolge bringen. Das Unternehmen vermarktet unter anderem die Fernsehrechte der Fußball-WM auf einigen asiatischen Märkten.

Der Verkauf des Sportrechte-Vermarkters Infront, soll bis zu 900 Millionen Euro bringen. Reuters

Der Verkauf des Sportrechte-Vermarkters Infront, soll bis zu 900 Millionen Euro bringen.

Mailand/LondonFür den Schweizer Sportrechte-Vermarkter Infront interessieren sich Insidern zufolge Finanzinvestoren aus den USA und China. Das Unternehmen soll seinem Eigentümer, der britischen Private-Equity-Firma Bridgepoint, mehr als 900 Millionen Euro bringen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Bezahlt hatte Bridgestone vor drei Jahren 550 Millionen Euro. Zu den vier verbliebenen Bietern gehörten der US-Investor Providence und die chinesische Wanda. Darüber hatte zuvor bereits die „Financial Times“ (Dienstagausgabe) berichtet. Die anderen beiden Namen sind nicht bekannt. Verbindliche Gebote sind erst Ende der Woche fällig. Bridgepoint lehnte eine Stellungnahme ab.

Infront Sports & Media brauche für seine Expansionsstrategie frisches Geld und neue Investoren, hatte Vorstandschef Philippe Blatter im September in einer E-Mail an wichtige Kunden geschrieben. Er werde das Unternehmen auch unter einem neuen Eigentümer weiterführen, betonte Blatter. Er ist der Neffe des Präsidenten des Welt-Fußballverbandes Fifa, Sepp Blatter.

Infront war 2002 von der Unternehmerin Nicole Junkermann und dem 2009 verstorbenen ehemaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus aus dem zerfallenden Imperium von Leo Kirch herausgekauft worden. Vor der Übernahme durch Bridgepoint hatte der Kaffee-Erbe Andreas Jacobs die Mehrheit der Anteile gehalten.

WM in Brasilien: Fifa verteilt Geld

Prämien, Einnahmen und Kosten

Die Weltmeisterschaft in Brasilien ist ein Milliardengeschäft für den Weltfußballverband Fifa. Wie sich Einnahmen, Ausgaben und Prämien verteilen.
Quelle: dpa

Milliardengeschäft

Die WM-Gesamteinnahmen der Fifa belaufen sich auf 4,5 Milliarden Dollar. Nach Abzug der Kosten rechnet der Weltverband mit 2,2 Milliarden Dollar.

Nutznießer

Von der Nettoeinnahme werden 1,624 Milliarden Dollar in die Fußball-Entwicklungshilfe (800) oder andere FIFA-Turniere (524) investiert. 200 Millionen Dollar gehen an die nationalen Verbände und 100 Millionen als WM-Hinterlassenschaft an den Gastgeber Brasilien, der seinerseits rund 11 Milliarden Dollar an Infrastrukturkosten für das Turnier gestemmt hat.


Team-Prämien

Insgesamt schüttet die FIFA mit rund 422 Millionen Euro (576 Millionen Dollar) die höchste Summe der WM-Geschichte aus - in Südafrika waren es 2010 rund 420 Millionen Dollar.

Vereine

Die Vereine, die Spieler zur WM abstellen, bekommen insgesamt rund 70 Millionen Dollar Entschädigung.

Vorrunde

Die 16 Teams, die nach der Vorrunde nach Hause reisen müssen, bekommen eine Garantiesumme von 5,8 Millionen Euro.

Achtel- und Viertelfinale

Das Achtelfinale ist knapp 6,6 Millionen Euro wert, der Einzug ins Viertelfinale bringt 10,2 Millionen Euro.

Vize-Weltmeister

Der unterlegene Finalist streicht immerhin noch 18,3 Millionen Euro ein (25 Millionen Dollar).

Weltmeister

Der neue Fußball-Weltmeister kassiert von der FIFA eine Rekordprämie. Der Sieger des Endspiels am 13. Juli bekommt aus dem Topf des Weltverbandes 25,7 Millionen Euro (35 Millionen Dollar).

Das Unternehmen hatte anfangs vor allem vom Verkauf der Rechte an großen Fifa-Turnieren an Fernsehsender gelebt. Mittlerweile hat es sein Spektrum aber verbreitert. Für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) vermarktet Infront die Länderspiele der Nationalmannschaft und den DFB-Pokal.

Der geschätzte Umsatz belief sich 2013 auf 600 Millionen Euro. Einer der bekanntesten der mehr als 600 Mitarbeiter der Firma ist der ehemalige Fußball-Nationalspieler und Kolumnist Günter Netzer.

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