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12.01.2017

07:58 Uhr

Innovation in Unternehmen

Die besten Ideen kommen aus den USA

VonBert Fröndhoff

Deutsche Unternehmen verlieren an Innovationskraft. So sehen es Manager in einer weltweiten Umfrage. Im Ranking der Boston Consulting Group fallen BMW, Allianz und Siemens weit zurück. Nur eine Branche behauptet sich.

Dem Elektro-Pionier trauen die Manager aus aller Welt mehr zu als den deutschen Autobauern. dpa

Model X von Tesla

Dem Elektro-Pionier trauen die Manager aus aller Welt mehr zu als den deutschen Autobauern.

DüsseldorfWenn es um neue Ideen für den Handel geht, ist Amazon vorn dabei. Seit Jahren treibt das Unternehmen die Entwicklung des E-Commerce voran. Künftig wollen die Amerikaner den Markt für frische Lebensmittel aufrollen; der neue Dienst Amazon Fresh könnte bald nach Deutschland kommen. Auch in der IT mischt Amazon mit neuen Ideen mit – etwa mit dem digitalen Sprachassistenten Alexa.

Das Treiben der Amerikaner wird von vielen Managern gefürchtet, aber auch bewundert. Amazon hat sich mittlerweile einen starken Ruf als Ideengeber erarbeitet. Das schlägt sich in einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens Boston Consulting Group unter 1500 CEOs aus aller Welt nieder. Sie sollten angeben, welche Firmen sie in ihrer Branche und in der gesamten Unternehmenslandschaft als besonders innovativ ansehen.

Amazon schafft in der diesjährigen Umfrage den Sprung von neun auf fünf. Ein weiterer Aufsteiger ist der Streaming-Anbieter Netflix, der auf Platz sechs landete. Die Spitzengruppe wird weiterhin vom Silicon Valley dominiert: Apple auf Platz eins, gefolgt von Google und dem Elektroautohersteller Tesla.

Tesla trauen die Manager aus aller Welt offenbar mehr zu als den deutschen Autobauern. Denn die sind in dem aktuellen Ranking von BCG zurückgefallen. BMW belegt nun nur noch den 14. Rang, nach Platz sieben im Vorjahr. Daimler rutschte von zehn auf 16 ab. Insgesamt hat das Image deutscher Konzern in puncto Innovationskraft gelitten. Die Allianz rutschte von Platz 25 auf 33 ab, Siemens von 30 auf 45.

„Das Ergebnis sollte ein Weckruf für deutsche Unternehmen sein“, sagt BCG-Deutschlandchef Carsten Kratz. Viele seien zwar innovativ, würden aber global nicht so wahrgenommen.

Die Grundsätze bekannter Führungspersonen

Robert Bosch, Gründer von Bosch

„Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.“

Götz Werner, Antroposoph und dm-Gründer

„Normales Führungsdenken geht davon aus, dass man Druck ausüben muss. Führen heißt aber nicht, Druck aufbauen, sondern einen Sog erzeugen.“

„Wir wollen die Menschen in der Filiale miteinbeziehen, damit sie ihre Persönlichkeit, ihre Fähigkeiten entwickeln können.“

Steve Jobs, Apple-Ikone

„Innovation hat nichts damit zu tun, wie hoch das Forschungsbudget ist (…). Es geht dabei nicht um Geld. Es geht um die Mitarbeiter, die daran arbeiten, darum, wie sie geführt werden, und wie gut man Innovation verstanden hat.“

William McKnight, früherer 3M-Chef

„Je mehr ein Unternehmen wächst, desto wichtiger wird es, Verantwortung zu delegieren und die Mitarbeiter zu Eigeninitiative aufzufordern. Das verlangt ein hohes Maß an Toleranz.“

George Buckley, ebenfalls früher 3M-Chef

„Befördere Führungspersönlichkeiten nicht zu schnell. Gib ihren Fehlern Zeit, sie wieder einzuholen.“

Kurt Ernsting, Gründer von Ernsting’s family

„Im Stillen helfen und fördern.“

Quelle

Petra Blum, „Mitarbeiter motivieren und Kunden begeistern – Ein Blick hinter die Kulissen erfolgreicher Unternehmen“, Haufe, 2014.

Immerhin: Die deutschen Chemiekonzerne schnitten in der Umfrage gut ab. Bayer verteidigte als bestes deutsches Unternehmen Platz elf in dem Ranking. BASF schaffte den Sprung von Platz 29 auf 20. Bemerkenswert ist, dass es Volkswagen in der aktuellen Umfrage gar nicht mehr unter den Top 50 der innovativsten Unternehmen geschafft hat.

In das Ranking floss neben den Einschätzungen der CEOs auch die Performance der Unternehmen ein. BCG hat dazu einen Mix aus Umsatz- und Gewinnwachstum herangezogen.

Kommentare (2)

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Herr Franz Paul

12.01.2017, 11:00 Uhr

Die "Boston Consulting Group" sieht amerikanische Firmen vorn? Aaaahahahahhaa, neiiin, so eine Überraschung!

Account gelöscht!

12.01.2017, 17:15 Uhr

Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:13 Uhr
Obama hat in Nazi-Deutschland Asyl beantragt. Kim Jong-un hat es genehmigt.

Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:34 Uhr
Nazi-Krankenkasse plant Lager für adipöse Menschen in Nord-Korea.

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