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13.11.2014

12:50 Uhr

Insiderhandel vorgeworfen

Ex-Milliardär Batista kommt vor Gericht

Vor zwei Jahren stand Eike Batista auf Platz acht der weltweit reichsten Personen. Jetzt kommt auf den Ex-Milliardär ein Gerichtsverfahren zu. Mit Tricks soll er den Aktienkurs seiner Firma in die Höhe getrieben haben.

In Kürze soll in Rio de Janeiro der Strafgerichtsprozess gegen Eike Batista beginnen. Reuters

In Kürze soll in Rio de Janeiro der Strafgerichtsprozess gegen Eike Batista beginnen.

Rio de JaneiroDie brasilianische Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen den deutschstämmigen Eike Batista beendet – jetzt kommt der Ex-Milliardär vor Gericht. Bereits am 18. November soll in Rio de Janeiro der Strafgerichtsprozess gegen Batista beginnen, wie Richter Flavio Roberto de Souza gegenüber Bloomberg News sagte. Angesetzt für den ersten Verhandlungstag sind Aussagen von Batista und Zeugen.

Der Vorwurf der Bundes-Staatsanwaltschaften von Rio und Sao Paulo aus dem September vergangenen Jahres lautet, Batista habe 2013 bei drei Anlässen Aktien seiner Unternehmen OGX und OSX verkauft, dabei gegen Insiderhandelsregeln verstoßen und somit ein Kapitalmarkt-Vergehen begangen. Das Firmenimperium des Selfmade-Milliardärs stand damals bereits vor dem Zusammenbruch. Lag sein Vermögen laut Bloomberg-Milliardärs-Index einst bei bis zu 34,5 Milliarden Dollar, hat er nun private Schulden von über einer Milliarde Dollar.

Brasilien: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Milliardär Batista

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Der einst reichste Mann Brasiliens gerät immer mehr unter Druck. Die brasilianische Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Batista persönlich: Mit Tricks soll er den Aktienkurs seiner Firma in die Höhe getrieben haben.

Würde der 58 Jahre alte Batista verurteilt, droht ihm eine Gefängnisstrafe. Allerdings ist in den 13 Jahren, seit Insiderhandel in Brasilien ein Straftatbestand ist, deswegen noch nie jemand ins Gefängnis gekommen. Auch sind die Geldstrafen gering.

Dafür ist es üblich, dass beispielsweise vor Firmentransaktionen Informationen durchsickern. „Insiderhandel ist in Brasilien weitverbreitet, und wir als Investoren wären naiv, wenn wir das nicht glauben würden”, sagte David Riedel, Präsident von Riedel Equity Research in Greenbrae, Kalifornien. „Es sickert ständig etwas durch. Aber das Problem sind nicht die Gesetze – es ist die Durchsetzung der Gesetze.”

Batistas Anwalt, Sergio Bermudes erklärte am Mittwoch, sein Mandant sei unschuldig. Richter Souza rechnet damit, bis Anfang 2015 zu einem Urteil zu kommen. Es werde nicht länger dauern als bis Februar oder März, sagte er.

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