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08.01.2014

17:05 Uhr

Insolventer Windparkentwickler

Balz letzter Kampf für Windreich

ExklusivWilli Balz bangt um sein Lebenswerk – und um sein Vermögen. Deswegen sucht der aus dem Unternehmen ausgeschiedene Windreich-Gründer jetzt händeringend neue Investoren. Für ihn gehe es „um alles oder nichts“.

Windreich-Gründer Willi Balz: „Die Zeit der Eigenverwaltung wurde nicht genutzt“. dpa

Windreich-Gründer Willi Balz: „Die Zeit der Eigenverwaltung wurde nicht genutzt“.

DüsseldorfWilli Balz lässt sich trotz der Insolvenz und den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht entmutigen. Der Gründer und Großaktionär von Windreich, dem Projektentwickler von Meerwindparks in der Nordsee, meldet sich in der Öffentlichkeit zurück. „Ich suche Investoren für Windreich“, sagte er dem Handelsblatt.

Er hoffe dabei auf „Investoren aus dem Ausland“. Denn seine Reputation in Deutschland habe „sehr gelitten“, sagte er.

Balz ist nach wie vor davon überzeugt, dass der Entwickler von Windparks im Meer überleben kann. „Wir brauchen aber Zeit.“ Denn es dauere noch ein paar Monate, ehe die Finanzierung von MEG 1, des zweiten von Windreich entwickelten Meerwindparks, umgesetzt sei. Beim ersten Projekt Global Tech 1 sollen ab Sommer alle Turbinen Strom liefern.

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Die Insolvenz in Eigenregie ist gescheitert. Windreich geht nun in ein normales Insolvenzverfahren – die Geschäftsführung verliert an Macht. Und der Windparkprojektierer verkündet noch eine weitere Hiobsbotschaft.

Balz trat im September vergangenen Jahres aus dem Management ab, nachdem das Unternehmen eine Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet hatte. Er hält seinen Schritt heute für einen Fehler. „Die Zeit der Eigenverwaltung wurde nicht genutzt“, ärgert sich Balz.

Aber jetzt will er wieder mitmischen, um sein Unternehmen doch noch zu retten. Für ihn gehe es „um alles oder nichts“. Denn er habe den größten Teil seines Vermögens bei Windreich eingebracht.

Von

wt

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