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21.03.2006

10:21 Uhr

Interessenkonflikt

Deutsch-Banker zieht sich aus Schering-Aufsichtsrat zurück

Spekulationen der Vorwoche haben sich am Dienstag bestätigt: Deutsche-Bank-Vorstand Hermann-Josef Lamberti legt sein Amt als Aufsichtsrat bei Schering nieder, weil das Institut den Rivalen Merck bei der geplanten Übernahme des Berliner Pharmakonzerns berät.

HB DÜSSELDORF. Der Schritt erfolge mit sofortiger Wirkung, teilte Schering am Dienstag in Berlin mit. Die Darmstädter Merck KGaA will Schering für 14,6 Mrd. Euro übernehmen. Die Deutsche Bank und das US-Institut Goldman Sachs beraten den Konzern bei der geplanten Transaktion. Lamberti hatte sein Mandat Branchenkreisen zufolge bereits ruhen lassen.

Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat von Schering hatten sich gegen die Offerte von Merck ausgesprochen. Verhandlungen lehnen die Berliner weiterhin ab. Merck will den Schering-Aktionären 77 Euro je Anteilsschein bieten. An der Börse wird allerdings auf eine deutliche Aufstockung spekuliert: Der Schering-Kurs lag am Montagvormittag bei 82,20 Euro.

Analysten werteten die Niederlegung des Aufsichtsrats-Mandats als konsequenten Schritt von Lamberti. „Es ist aber schwer, daraus nun weitergehende Rückschlüsse auf das Verhalten der Anteilseigner zu ziehen“, sagte Pharmaanalyst Ulrich Huwald vom Bankhaus M.M. Warburg. „Die Schlacht geht weiter“, fügte er hinzu.

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