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12.01.2014

09:37 Uhr

Investitionen in Kanada

K+S plant neue Minenprojekte

Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S sucht neue Abbaugebiete. Der Konzern denkt aber auch darüber nach, eine vor fast 20 Jahren geschlossene Lagerstätte in Deutschland zu reaktivieren.

K+S steckt mitten in einem Sparprogramm. dpa

K+S steckt mitten in einem Sparprogramm.

KasselZwar erschließt der Dax-Konzern K+S derzeit mit dem Projekt „Legacy“ eine neue Mine in Kanada. Die Kasseler wollen sich aber für das absehbare Ende der zunehmend ausgebeuteten deutschen Bergwerke wappnen. „Nach Legacy werden weitere Minen-Aktivitäten folgen müssen“, sagte Vorstandschef Norbert Steiner der „Welt am Sonntag“.

Ein Konzernsprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa am Samstag, dass K+S prüfe, eine 1987 aus Rentabilitätsgründen geschlossene Lagerstätte im Kreis Hildesheim (Niedersachsen) zu reaktivieren. Das Genehmigungsverfahren dauere aber voraussichtlich noch bis 2016. Dann werde auch erst eine endgültige Entscheidung getroffen. Derzeit stehe K+S bei dem Projekt vor dem sogenannten Planfeststellungsverfahren.

Zunächst will sich K+S auf Kanada konzentrieren. 2016 soll die Produktion dort beginnen; zum Start mit einer Kapazität von rund zwei Millionen Tonnen im Jahr, später mit vier Millionen Tonnen pro Jahr. „Der Abbau in Kanada kostet deutlich weniger als das, was wir im klassischen Bergbau derzeit in Deutschland aufwenden“, so Steiner.

Trotz der Investitionen in Kanada in Höhe von rund drei Milliarden Euro will K+S mit einem Sparpaket den Gürtel enger schnallen. In den nächsten drei Jahren sollen 500 Millionen Euro gespart werden - möglichst ohne Entlassungen. „Bei K+S droht keine Kündigungswelle“, versicherte Steiner im Interview mit der „Welt am Sonntag“.

Von

dpa

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