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12.02.2004

08:40 Uhr

Investmentbanker Colin Roy weiß nichts von Bestechungsplänen bei Mannesmann-Übernahme

Ackermann weist vor Gericht alle Anschuldigungen zurück

VonMichaela Freitag (Handelsblatt)

Deutsche-Bank-Chef Ackermann-Josef ist vorsichtiger geworden mit seinen Gesten seit dem Desaster mit dem Sieges-V am ersten Prozesstag. So vorsichtig, wie er mit Worten ohnehin schon ist. Vor Gericht bleibt er aber dabei, korrekt gehandelt zu haben.

DÜSSELDORF. Das Lächeln ist dünner geworden. Es hat sich verwandelt zu einer Art verschmitztem Grinsen. Draußen auf dem Flur hat Josef Ackermann seinen Mitangeklagten Klaus Esser eben noch strahlend begrüßt - ganz, wie man es kennt vom Chef der Deutschen Bank. Aber jetzt vor den klickenden Kameras nimmt sich Ackermann zurück. Die Arme vor der Brust verschränkt, steht er da, eingerahmt von seinen Verteidigern, und wartet auf Richterin Brigitte Koppenhöfer.

Es ist der sechste Tag des Mannesmann-Prozesses, und wieder einmal steht Ackermann im Mittelpunkt - der Schweizer, dem die Ermittler Untreue vorwerfen, der jede Woche zwei Tage vor Gericht verbringt und der praktisch im Nebenjob die größte deutsche Bank leitet.

Ackermann ist vorsichtiger geworden mit seinen Gesten seit dem Desaster mit dem Sieges-V am ersten Prozesstag. So vorsichtig, wie er mit Worten ohnehin schon ist. Er trägt an diesem Tag Sätze vor, an denen jedes Komma gerichtsfest ist, geprüft und gut geheißen von einigen der besten Strafverteidiger der Republik. "Auch die Beteiligung von Herrn Funk an dieser Prämie war angemessen, da er in seiner Vorstandszeit die Grundlage für diese Entwicklung gelegt hatte", sagt Ackermann etwa. Ein Satz, der nicht nur Richterin Koppenhöfer bekannt vorkommt. Ackermann hat ihn der Staatsanwaltschaft schon in einer Erklärung am 10. Dezember 2001 vorgelegt. Die Richterin liest sie direkt nach Ackermanns Vortrag vor, und es ergeben sich kaum Unterschiede zum heutigen Stand. Ganz ähnlich steht es auch in einem Gutachten, in dem der Bochumer Aktienrechtler Uwe Hüffer Ackermann von allen Vorwürfen frei spricht.

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