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21.02.2013

15:29 Uhr

Investoren

Firmenjäger zielen wieder auf Großwild

Kaum Kredite und noch weniger Kaufgelegenheiten: Für Investoren waren die vergangenen Jahre eher mau. Seit ein paar Monaten wendet sich das Blatt. Große US-Deals machen es vor. Milliardentransaktionen sind in Reichweite.

Warren Buffet und das Private-Equity-Haus 3G kauften jüngst Ketchup-Hersteller H.J. Heinz. dpa

Warren Buffet und das Private-Equity-Haus 3G kauften jüngst Ketchup-Hersteller H.J. Heinz.

Frankfurt„Ja, wo laufen sie denn?“ - Das fragt sich derzeit mancher Beobachter mit Blick auf die Finanzinvestoren. Die Firmenjäger sind in den vergangenen Jahren in Europa vielerorts von der Bildfläche verschwunden. Mangels Krediten und Kaufgelegenheiten waren sie zur Untätigkeit verdammt und mussten sich um mehr oder weniger krisengeschüttelte Unternehmen im eigenen Portfolio kümmern. Sie kamen nur bei sehr wenigen und eher kleineren Verkaufsprozessen zum Zug.

Das sorgte für Frust bei den erfolgsverwöhnten Private-Equity-Managern, die vor der Krise noch milliardenschwere Großkonzerne ins Visier genommen hatten. Doch seit ein paar Monaten hellt sich das Bild auf: Die Investoren kommen etwas besser an Kredite – und die ersten Milliarden-Transaktionen sind wieder in Reichweite.

In den USA sieht die Situation für die Branche schon längst viel positiver aus. Dort fanden gerade die beiden größten Übernahmen unter Beteiligung von Finanzinvestoren seit den Boomjahren 2006/2007 statt. Der Investor Warren Buffett und das Private-Equity-Haus 3G kauften den Ketchup-Produzenten H.J. Heinz für 28 Milliarden Dollar. Und Silver Lake mischte mit bei dem knapp 25 Milliarden Dollar schweren Verkauf des Computerherstellers Dell. Dank dieser Mega-Transaktionen war das Volumen der Private-Equity-Deals nach Daten von Thomson Reuters seit Jahresbeginn mehr als drei Mal so hoch wie im gleichen Zeitraum 2012.

Superreiche und ihre Aktien: Die Top 10 seit 2008

Berechnung

Vergleich von Aktien aus der Milliardärsliste, die Bloomberg veröffentlicht. Nicht alle Superreichen gründen ihren Reichtum auf Unternehmen, die an der Börse notiert sind. Einige der Aktien erlauben zudem keine Betrachtung über fünf Jahre, die hier vorgenommen wurde.

Stand: Ende Januar 2013

Jeff Bezos

Die Aktie: Amazon               (906866)  Die Performance:             299,41%

Amancio Ortega             

Die Aktie:            Inditex 756434  Die Performance:           228,00%

Jorge Lemann  

Die Aktie:            Anheuser-Busch  590932  Die Performance:           107,95%

Bernard Arnault              

Die Aktie:            LVMH   853292  Die Performance:           100,39%

Larry Ellison       

Die Aktie:            Oracle   871460  Die Performance:           96,29%

Iris Fontbona

Die Aktie:            Antofagasta       867578  Die Performance:           66,39%

Stefan Persson

Die Aktie:            Hennes & Mauritz             872318  Die Performance:           56,00%

Familie Walton 

Die Aktie:            Wal-Mart            860853  Die Performance:           53,56%

Larry Page         

Die Aktie:            Google           A0B7FY      Die Performance:           49,01%

Liliane Bettencourt        

Die Aktie:            L'Oreal  853888  Die Performance:           38,39%

Knapp 90 Prozent davon gingen in den USA über die Bühne. Grund genug für Optimismus der Branche, die sich nächste Woche in Berlin zu ihrem jährlichen Stelldichein trifft. Mehr als 1.400 Private-Equity-Manager werden zu der Messe „SuperReturn“ (Super Rendite) erwartet, auf der Investorenlegenden wie KKR -Mitgründer Henry Kravis und CVC-Partner Rob Lucas sprechen sollen.

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Seine Anlageerfolge sind legendär. Warren Buffett gehört zu den erfolgreichsten Investoren der Welt. Geschickte Aktienkäufe machten ihn zum Multimilliardär. Wie Buffett seine Super-Aktien findet.

Zu den größten Kaufobjekten auf dem deutschen Markt gehört der Energiedienstleister Ista, für den sich die Finanzinvestoren Charterhouse und CVC bis zu drei Milliarden Euro erhoffen. Die beauftragten Banken schicken Finanzkreisen zufolge in diesen Tagen die Verkaufsprospekte an mögliche Bieter. Große Private-Equity-Häuser dürften angesichts der stabilen Einnahmen von Ista Schlange stehen. Sie kommen auch für zwei zum Verkauf stehende deutsche Beteiligungen des US-Chemiekonzerns Rockwood in Frage: Sachtleben, einen Produzenten von Titandioxid, das in Farben oder in Zahnpasta vorkommt, und den Hochleistungskeramik-Hersteller CeramTec.

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