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30.03.2012

08:31 Uhr

Isabella de Krassny

Die frühere Analystin, die jetzt Praktiker sanieren will

In Österreich hat Isabella de Krassny in der Finanzbranche einen bekannten Namen. Bald könnte das auch in Deutschland der Fall sein. Denn die Fondsmanagerin mischt nun bei der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker mit.

Isabella de Krassny ist Fondsmanagerin bei der Bank Semper Constantia. ddp images/dapd/Semper Constantia Privatbank

Isabella de Krassny ist Fondsmanagerin bei der Bank Semper Constantia.

WienIn der Alpenrepublik ist sie in Finanzkreisen ziemlich bekannt. „Es gibt wohl kaum ein österreichisches Unternehmen, dessen Hauptversammlung Isabella de Krassny noch nicht besucht hat“, erzählt Martin Kwauka vom Wiener Wirtschaftsmagazin „Format“ über die 53-jährige Fondsmanagerin der Privatbank Semper Constantia. Jetzt schickt sich Isabella de Krassny an, auch in Deutschland zu einer bekannten Größe in der Finanzbranche aufzusteigen. Denn zusammen mit anderen Geldgebern gehört die schlanke blonde Frau aus Österreich zu der Investorengruppe, die jetzt das Sagen hat bei der angeschlagenen deutschen Baumarktkette Praktiker.

Wien ist ein relativ kleiner Börsenplatz, deshalb ist die Finanzgemeinde in Österreichs Hauptstadt vergleichsweise überschaubar. Isabella de Krassny gehört schon seit Jahrzehnten dazu und ist deshalb bei Österreichs großen börsennotierten Unternehmen und bei den Banken bestens verdrahtet. Ende der 90er-Jahre machte sie sich erstmals einen Namen als Vizepräsidentin der österreichischen Anlegerschutz-Organisation IVA, damals noch unter ihrem alten Namen Isabella Schärf.

Bei der Raiffeisen-Bankengruppe steigerte sie ihren Bekanntheitsgrad, als Analystin des Investment-Arms Centrobank. Klassische Industriewerte gehörten vor zehn Jahren zu ihrem Betätigungsfeld bei Raiffeisen. So begleitete sie etwa den Anlagenbauer VA Tech, der später vom Siemens-Konzern übernommen wurde. Bei Raiffeisen hat sie auch heute noch einen guten Ruf. Hochachtung genießt sie vor allem deshalb, weil sie als alleinerziehende Mutter fünf Kinder zu versorgen hatte.

Doch Isabella Schärf traf auf den Wiener Industriellen Alain de Krassny. Einen französischen Manager, den der Chemiekonzern Rhone-Poulenc in den 80er-Jahren an die Donau geschickt hatte. Der heute 69-Jährige blieb in Österreich hängen und startete sein eigenes mittelständisches Chemieunternehmen. De Krassny sorgte dafür, dass sich das Leben der früheren Raiffeisen-Analystin noch einmal entscheidend wendete.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

30.03.2012, 10:13 Uhr

Beeindruckend - erfolgreich ohne Quotenregelung! Praktiker kann von der Erfahrung Frau de Krassnys' sicher nur profitieren, insbesondere im Hinblick auf eine profitable Wiederbelebung des CEE Geschäfts sowie eine verstärkte Serviceorientierung. Massnahmen zur Mitarbeitermotivation sind aus meiner Sicht auch ein entscheidendes Element um das Überleben der Praktiker Kette im hart umkämpften Baumarktgeschäft zu ermöglichen.

shareholder24

15.11.2012, 12:54 Uhr

Meine Hochachtung vor Frau de Krassny! Sie weiß, was sie will und was sie kann.

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