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21.09.2013

02:19 Uhr

„Grand Theft Auto V“

Action-Spiel knackt die Milliarden-Dollar-Marke

Das Videospiel „Grand Theft Auto V“ hat nach nur drei Verkaufstagen die Umsatzmarke von eine Milliarde Dollar übersprungen. Die Serie ist eine der erfolgreichsten überhaupt - umstritten bleibt sie aber weiterhin.

Rekordverkauf: „Grand Theft Auto V“ hat an den ersten drei Verkaufstagen mehr als eine Milliarde Dollar umgesetzt. Reuters

Rekordverkauf: „Grand Theft Auto V“ hat an den ersten drei Verkaufstagen mehr als eine Milliarde Dollar umgesetzt.

San FranciscoDas neue Konsolenspiel „Grand Theft Auto V“ hat einen regelrechten Kundenansturm ausgelöst. Wie der Spieleverlag Take-Two Interactive am Freitag (Ortszeit) mitteilte, setzte er mit „GTA V“ an den ersten drei Verkaufstagen mehr als eine Milliarde Dollar um. Das sei bislang noch keinem Videospiel oder Film gelungen, so der Herausgeber.

Die neue Ausgabe des Action-Games, in dem der Spieler wieder in die Rolle eines Gangsters schlüpft, war vergangenen Montag für die Spielekonsolen Playstation 3 und Xbox 360 in den Handel gekommen. An dem Tag allein fuhr das Spiel nach Firmenangaben mehr als 800 Millionen Dollar ein.

Die Computerspielreihe „Grand Theft Auto V“ (GTA) sei ein „kulturelles Phänomen“, erklärte der Hersteller. Der neue Teil spielt in der fiktiven Stadt Los Santos, die der US-Metropole Los Angeles nachempfunden ist.

Geschäftsmodelle der Spielebranche

Verkauf

Ein Entwickler arbeitet Monate oder Jahre an einem Spiel. Wenn es fertig ist, wird es zu einem festen Preis auf den Markt gebracht. Nach wie vor setzen viele Anbieter auf den klassischen Verkauf, ob Einzelkämpfer, die eine iPhone-App programmieren, oder große Studios mit Produktionen im Hollywood-Stil. Ob die Nutzer ins Geschäft gehen oder sich den Titel herunterladen, spielt dabei keine Rolle.

Abo-Modelle

Jede Stunde oder jeder Monat kostet – nach diesem Prinzip rechnen die Anbieter von Abo-Spielen ab. Wenn sie einen treuen Stamm von Spielern an sich binden können, schaffen sie einen stetigen Umsatzstrom. Dafür müssen sie allerdings auch ständig etwas Neues bieten, sonst sind die zahlenden Kunden weg. „World of Warcraft“ ist der Prototyp dieses Geschäftsmodells.

Free To Play

Das Spiel an sich ist gratis, aber die Extras kosten. Die Anbieter von Free-to-play-Spielen verdienen ihr Geld mit virtuellen Zauberstäben, Raumschiffen oder Rüstungen. Obwohl nur ein Bruchteil der Nutzer zahlt, kann das lukrativ sein. Da die Einstiegshürde niedrig ist, gewinnen die Anbieter viele Gelegenheitsspieler. Vorreiter sind Unternehmen wie Zynga und Bigpoint, doch auch viele Branchen-Dinos setzen inzwischen auf dieses Modell.

Werbung

Bandenwerbung im Fußballstadion, Aufkleber auf Rennwagen, gesponsorte Figuren: Computerspiele sind eine Plattform für Reklame. Der Anteil am Gesamtumsatz der Branche ist allerdings noch klein.

Crowdfunding

Wer keinen großen Geldgeber findet, fragt einfach viele Kleininvestoren. Beim Crowdfunding – der Schwarmfinanzierung – versorgen sich Unternehmen über Plattformen wie Kickstarter mit Kapital; Nutzer können kleine Beträge zur Verfügung stellen und bekommen im Gegenzug das fertige Produkt oder Extras.

Die Serie ist eine der erfolgreichsten überhaupt. Darin sammeln die Protagonisten mit kriminellen Aktivitäten Punkte. Gleichzeitig sind die Videospiele wegen der drastischen Darstellung von Gewalt, Drogenhandel und Prostitution umstritten. Rockstar Games, eine Abteilung von Take-Two, hatte fünf Jahre lang an dem neuen Titel gearbeitet. Die Entwicklung des neuen Teils der Serie hat nach Branchenschätzungen 270 Millionen Dollar gekostet - mehr als mancher Hollywood-Film.

Zum Vergleich: „Avatar“, der bisher erfolgreichste Hollywood-Film, der 2009 als spektakulärer 3D-Streifen in die Kinos kam, spielte eine Milliarde Dollar ein - allerdings innerhalb von 17 Tagen.


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