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12.02.2004

15:35 Uhr

15 Prozent der Jobs werden in Deutschland gestrichen

Schrumpfkur für die Software AG

Ernüchterung nach den Boom-Jahren: Die Darmstädter Software AG wird komplett umgebaut. Rund 15 Prozent der Stellen werden in Rahmen dieser Neuausrichtung gestrichen.

HB DARMSTADT. Eine Sprecherin des im TecDax gelisteten Unternehmens sagte am Donnerstag in Darmstadt, mit dem Betriebsrat würden Verhandlungen über eine Kürzung von 164 Stellen geführt. Damit bestätigte sie teilweise einen Bericht des Magazins „Computerwoche“, in dem von der anstehenden Entlassung von 175 Mitarbeitern die Rede war. „Unsere Planungen belaufen sich auf 164 Mitarbeiter“, präzisierte die Sprecherin. In Deutschland beschäftigt die Software AG 1140 Mitarbeiter, weltweit rund 2700.

Ende vergangenen Jahres hatte das mit deutlichem Abstand hinter SAP rangierende Softwarehaus eine abermalige Restrukturierung des von einer ausgeprägten Nachfrageschwäche betroffenen Unternehmens angekündigt. Der seit Oktober amtierende Vorstandchef Karl-Heinz Streibich gab nach seiner Amtsübernahme eine Fokussierung der Aktivitäten auf die Produktlinien XML-Datenbanken und Großrechner bekannt und schloss Entlassungen nicht aus.

Im Rahmen der Neuausrichtung will die Software AG die technische Unterstützung ihrer Kunden von Deutschland nach Indien verlagern, der Bereich Forschung und Entwicklung soll gestrafft werden. Statt auf die Entwicklung von Software-Anwendungen will sich die Firma stärker auf das Geschäftsfeld Integration von verschiedenen Systemanwendungen konzentrieren. „Wir schaffen es nicht, in beiden Geschäftsfeldern gegen die großen Systemhäuser zu bestehen“, hatte Streibich die Pläne zum abermaligen Umbau begründet.

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