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04.02.2014

16:27 Uhr

20 Millionen Euro

Weiteres Darlehen soll Weltbild helfen

Neue Hoffnung für den insolventen Weltbild-Verlag: Das Erzbistum München-Freising hat Millionenhilfen zugesagt. Aber nicht nur die Bistümer greifen dem Buchhändler unter die Arme.

Mitarbeiter der existenzbedrohten Verlagsgruppe Weltbild machen mithilfe der Gewerkschaft Verdi auf sich aufmerksam. dpa

Mitarbeiter der existenzbedrohten Verlagsgruppe Weltbild machen mithilfe der Gewerkschaft Verdi auf sich aufmerksam.

MünchenNach der Insolvenz der katholischen Verlagsgruppe Weltbild will das Erzbistum München-Freising dem Tochterunternehmen DBH in den nächsten Wochen 20 Millionen Euro überweisen. Für die bereits im Januar angekündigte Zahlung habe das Erzbistum nun eine Einigung mit der Buchhändlerfamilie Hugendubel erzielt, bestätigte ein Sprecher des Ordinariats in München am Dienstag einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Zuvor war darüber spekuliert worden, dass sich Kirche und Hugendubel letztlich doch nicht auf die genauen Modalitäten der Finanzspritze einigen könnten.

Hugendubel betreibt gemeinsam mit der insolventen Weltbild-Mutter unter dem Dach der Finanzholding DBH mehr als 300 Filialen. Mit dem Geld von der Kirche sollen diese Buchhandlungen mit zusammen etwa 3.100 Beschäftigten davor bewahrt werden, in den Strudel der Weltbild-Insolvenz hineingezogen zu werden. Beim Weltbild-Verlag in Augsburg, der unter anderem einen Onlinehandel betreibt, bangen rund 2200 Mitarbeiter um ihre Jobs. Hugendubel hat eine Stellungnahme zu der Einigung angekündigt, die zunächst jedoch nicht vorlag.

Insolventer Verlag: Mehrere Interessenten für Weltbild

Insolventer Verlag

Mehrere Interessenten für Weltbild

Für den insolventen Weltbild-Verlag haben sich mehrere Investoren gemeldet. Mindestens zwei Medienkonzerne sollen einem Medienbericht zufolge interessiert sein. Auch der Freistaat Bayern will zur Rettung beitragen.

Weltbild hatte am 10. Januar Insolvenz angemeldet, nachdem die katholischen Gesellschafter – darunter zwölf Bistümer – kein weiteres Geld für die Sanierung des nach Amazon zweitgrößten deutschen Online-Buchhändlers geben wollten. Ende Januar sagte die katholische Kirche dann zu, mit bis zu 65 Millionen Euro bei der angestrebten Rettung von Weltbild zu helfen. Am Montag berichtete die „Süddeutsche Zeitung“, mindestens zwei international tätige Medienkonzerne prüften den Kauf der Verlagsgruppe. Der Weltbild-Verlag hat rund 6300 Mitarbeiter.

Von

afp

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