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10.01.2005

14:30 Uhr

2004 mehr Neukunden als erwartet

Premiere: Endspurt zum Jahreswechsel

Ein lebhaftes Weihnachtsgeschäft hat Premiere zu einem Abonnenten-Schub verholfen. Der Münchner Bezahlfernseh-Sender hat somit 2004 seine Kundenzahl um fast zwölf Prozent gesteigert und die eigenen Wachstumsziele leicht übertroffen.

HB MÜNCHEN. Vorstandschef Georg Kofler bekräftigte ungeachtet zurückhaltender jüngster Äußerungen des Mehrheitseigners Permira das Vorhaben, das Unternehmen noch 2005 an die Börse zu bringen. „Wir sind stolz darauf, dass Premiere das anvisierte Jahresziel von 3,2 Mill. Abonnenten um rund 50 000 Abonnenten übertroffen hat“, sagte Kofler am Montag. Das Weihnachtsgeschäft sei hervorragend gelaufen. Kofler stellte für das laufende Jahr eine weitere Zunahme der Abonnentenzahlen in Aussicht, wollte jedoch keine Größenordnung nennen. In Branchenkreisen wird ein Ziel von 250 000 bis 350 000 Neukunden als realistisch gewertet. 2005 werde sich der Sender auf Kundenzufriedenheit und -bindung konzentrieren, kündigte Kofler an.

Insgesamt zählte Premiere zum 31. Dezember gut 3,247 Mill. Kunden, 339 281 mehr als ein Jahr zuvor. Alleine im Dezember konnte der aus dem zusammengebrochenen Imperium des Medienunternehmers Leo Kirch hervorgegangene und mittlerweile sanierte Sender gut 162 000 Abonnenten gewinnen. In den Vorjahren hatte Premiere allerdings häufig darunter gelitten, dass zu Jahresbeginn viele der zu Weihnachten verschenkten Abonnements aufgelöst wurden. Nun startet der PayTV-Sender ein Kundenbindungsprogramm, in dessen Rahmen Abonnenten Bonuspunkte sammeln und beispielsweise in kostenlose Programme oder Sachprämien eintauschen können.

„An den Börsenplänen wird unverändert festgehalten“, bekräftigte Kofler. „Das heißt, unser Bestreben ist es, 2005 an die Börse zu gehen.“ Wie bereits bekannt würden die Gesellschafter noch im Januar den weiteren Zeitplan festlegen, sagte er.

Am Wochenende hatte Permira-Chef Thomas Krenz für Verwirrung gesorgt, als er in einem Interview andeutete, der PayTV-Sender müsse nicht unbedingt im laufenden Jahr an die Börse. „Wir haben immer gesagt, Premiere ist 2005 börsenreif“, hatte er gesagt. „Wann dann der richtige IPO-Zeitpunkt ist, werden wir sehen.“

Permira hält 55 % an dem Bezahlsender, Kofler selbst 20,5 %.

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