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08.05.2014

11:57 Uhr

21st Century Fox

Murdoch macht mit dem Super Bowl Kasse

In diesem Jahr wurde der Super Bowl von Rupert Murdochs Sender Fox ausgestrahlt – das lässt beim Medienmogul die Kassen klingeln. Die astronomischen Werbepreise sorgen für verbesserte Umsätze.

Medienmogul Rupert Murdoch: Der von ihm kontrollierte Konzern 21st Century Fox verbesserte seinen Umsatz im dritten Geschäftsquartal. AFP

Medienmogul Rupert Murdoch: Der von ihm kontrollierte Konzern 21st Century Fox verbesserte seinen Umsatz im dritten Geschäftsquartal.

New YorkDie üppigen Werbeeinnahmen beim Super Bowl haben die Kasse von Medienmogul Rupert Murdoch gefüllt. Der von ihm kontrollierte Konzern 21st Century Fox verbesserte seinen Umsatz im dritten Geschäftsquartal von Januar bis März um 12 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (5,9 Milliarden Euro). Grund war das allgemein gut laufende Fernsehgeschäft.

Murdochs Flaggschiff Fox hatte das Finale der American Football League NFL übertragen und damit 111,5 Millionen Zuschauer in den USA erreicht. Es sei der am meisten gesehene „Super Bowl“ aller Zeiten gewesen, erklärte Murdoch am Firmensitz in New York. Die Begeisterung der Zuschauer schlägt sich in astronomischen Werbepreisen nieder: Ein 30-Sekunden-Spot kostete 4 Millionen Dollar.

Allerdings konnte auch dies nicht verhindern, dass der Gewinn fiel, und zwar von 2,9 Milliarden auf 1,1 Milliarden Dollar. Der Einbruch lag darin begründet, dass Murdoch die Mehrheit am Bezahlsender Sky Deutschland übernommen hatte und dies im Vorjahreszeitraum bilanztechnisch zu einem ungewöhnlich hohen Gewinn führte. Ohne Sondereffekte sei der Gewinn indes um 45 Prozent gestiegen, rechnete Murdoch vor.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Neben Fernsehsendern gehört auch das Filmstudio 20th Century Fox zum Konzern. Dagegen hatte Murdoch die Zeitungen und Bücher in die Schwestergesellschaft News Corp. abgespalten. Dies geschah vor dem Hintergrund der Abwanderung von Anzeigenkunden und Lesern ins Internet. Murdoch und seine Familie ist bei beiden Unternehmen der Mehrheitseigner. Die News Corp. wollte am Donnerstag im späteren Tagesverlauf Geschäftszahlen vorlegen.

Von

dpa

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