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05.09.2014

10:17 Uhr

29.000 Quadratmeter

Uber plant Firmenzentrale in San Francisco

Der umstrittene Fahrdienst Uber lässt sich ein Zuhause bauen: In San Francisco soll einem Medienbericht zufolge das neue Hauptquartier entstehen. Das junge Unternehmen baut damit in einer der teuersten Städte der USA.

Das Logo des Fahrdienst-Vermittlers Uber leuchtet in einer Filiale in San Francisco. Das junge Start-Up baut zusammen mit der Immobilienfirma Alexandria eine neue Zentrale. dpa

Das Logo des Fahrdienst-Vermittlers Uber leuchtet in einer Filiale in San Francisco. Das junge Start-Up baut zusammen mit der Immobilienfirma Alexandria eine neue Zentrale.

San FranciscoDer umstrittene Fahrdienst Uber plant ein großes neues Hauptquartier in San Francisco. Die Immobilienfirma Alexandria Real Estate Equities soll für Uber einen Gebäudekomplex mit einer Fläche von 29 000 Quadratmetern errichten. Der Fahrdienst wolle sich in die Büros im zentral gelegenen Mission-Bay-Stadtteil nach Fertigstellung voraussichtlich Ende 2016 einmieten, sagte Alexandria-Chef Joel Marcus der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Die Unternehmen hätten dafür ein Gemeinschaftsunternehmen gebildet, an dem Alexandria 51 Prozent und Uber den Rest halte, sagte Marcus laut dem Bericht vom Freitag. San Francisco ist mit dem Startup-Boom zu einem der teuersten Immobilienmärkte in den USA neben New York geworden. Uber hatte sich in diesem Jahr bei Investoren eine Finanzspritze von 1,2 Milliarden Dollar geholt. Das Unternehmen war dabei insgesamt mit 17 Milliarden Dollar bewertet worden.

Kampf um die Fahrgäste

Taxigewerbe unter Druck

Für das Taxigewerbe war die Konkurrenz lange überschaubar – die Firmen konkurrierten nur untereinander. Doch derzeit geraten viele Unternehmen unter Druck. Neue Konkurrenz aus dem Internet reißt immer mehr Lücken in das klassische Geschäftsmodell. Ein Überblick.

MyTaxi schaltet Zentrale aus

Mit Apps wie MyTaxi können sich Passagiere ein Taxi finden, ohne dass ein Anruf in der Zentrale nötig wäre. Den Fahrern geht also kein Geschäft verloren, aber den Vermittlern. Die Taxizentralen versuchen mit einer eigenen App, sich die Konkurrenz vom Leib zu halten.

Uber buhlt direkt um die Gäste

Dienste wie Uber konkurrieren direkt mit den Taxiunternehmen um die Gäste. Das Start-up, das mit Google einen potenten Investor hat, betreibt selbst keine Wagen, sondern agiert als Vermittler, der eigenständigen Fahrern eine technische Plattform bietet. Damit wälzt es die Verantwortung ab: Für die Einhaltung der Bestimmungen sind die Fahrer zuständig. Viele Städte halten dieses Modell für unzulässig.

RideWith verbindet Fahrer und Mitfahrer

RideWith ist eine App des Google-Dienstes Waze und startet in Israel: Die Applikation soll Fahrer auf dem Weg zur Arbeit und zurück mit Mitfahrern verbinden. Waze erstellt Routen-Anweisungen auf Grundlage von Informationen der Nutzer über den Verkehrsfluss.

Carsharing als Alternative

Wer nach einem Kneipenabend nach Hause fahren will, kann natürlich nicht selbst fahren. In anderen Fällen sind Carsharing-Dienste aber durchaus eine Alternative. In den Großstädten wird das Netz an Fahrzeugen immer dichter, so dass Nutzer es nicht weit haben. Gerade an Bahnhöfen ist das Angebot groß.

Uber betreibt eine App, über die man Fahrten mit einem Chauffeurdienst, aber auch mit privaten Fahrern buchen kann. Taxi-Unternehmen sehen darin einen unfairen Wettbewerb, weil für private Fahrer nicht die strikten Regeln des Beförderungsgewerbes gelten.

Von

dpa

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