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19.12.2011

11:46 Uhr

300 Millionen Dollar

Warum ein saudischer Prinz bei Twitter einsteigt

VonStephan Dörner

Im Gegensatz zu anderen Facebook-Konkurrenten bleibt Twitter für Investoren attraktiv. Nun steigt der saudische Prinz Alwaleed Bin Talal beim Kurznachrichtendienst ein. Warum sich Twitter gegen Facebook behaupten kann.

Der saudiarabische Milliardär Alwalid bin Talal beteiligt sich am schnellwachsenden Kurznachrichtendienst Twitter. Reuters

Der saudiarabische Milliardär Alwalid bin Talal beteiligt sich am schnellwachsenden Kurznachrichtendienst Twitter.

DüsseldorfDer Kurznachrichtendienst Twitter erhält eine weitere Finanzspritze: Diesmal investiert der saudische Prinz Alwaleed Bin Talal 300 Millionen Dollar in den Social-Media-Dienst. Wie viel Prozent von Twitter sich der Prinz mit diesem Geld sicherte, ist unbekannt. Unter Berücksichtung der jüngsten Daten von Analysten zum aktuellen Wert von Twitter in Höhe von acht Milliarden Dollar entspricht diese Beteiligung knapp 3,8 Prozent. Beim letzten Verkauf von Anteilen des nicht börsennotierten Unternehmens war Twitter mit rund 8,4 Milliarden Dollar bewertet worden.

Das ist viel Geld für das 2006 gegründete Unternehmen, das nach Schätzungen von Branchenexperten 2011 einen Gewinn zwischen 100 und 110 Millionen Dollar erreichen wird. Lange war der Kurznachrichtendienst bei Investoren beliebt, ohne überhaupt ein Geschäftsmodell vorweisen zu können.

Prinz Alwaleed zählt zu den reichsten Menschen der Welt. Das Magazin „Forbes“ führt ihn in seiner aktuellen Rangliste auf Platz 26 mit einem geschätzten Vermögen von knapp 20 Milliarden Dollar. Er ist auch an diversen großen US-Unternehmen wie General Motors oder Apple beteiligt.

Mit dem Ankauf baut der umtriebige Prinz sein Standbein in der Medienbranche aus. Der Neffe des saudischen Königs hält über seine Kingdom Holding bereits sieben Prozent an News Corp und plant die Gründung eines eigenen Kabelsenders.

Kommentare (1)

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darum

19.12.2011, 13:32 Uhr

weil er nicht mehr weiß wohin mit all seiner Kohle, und seine Bediensteten vernünftig zu bezahlen kommt ja auch nich in Frage. Besser gefragt wäre: wo ist der saudische Prinz noch nicht eingestiegen?

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