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16.11.2014

17:10 Uhr

„Abendblatt“ und „Morgenpost“

Redaktionsgemeinschaft mit „Die Welt“ vor dem Aus

ExklusivBislang haben das „Hamburger Abendblatt“ und die „Berliner Morgenpost“ die jeweiligen Lokalteile der Zeitung „Die Welt“ produziert. Nun aber soll diese Redaktionsgemeinschaft aufgelöst werden.

„Die Welt“ schaut sich nach neuen Optionen für ihre Lokalausgaben um. dpa

„Die Welt“ schaut sich nach neuen Optionen für ihre Lokalausgaben um.

HamburgDer Redaktionsgemeinschaft der zum Axel-Springer-Verlag gehörenden Tageszeitung „Die Welt“ mit den Blättern „Hamburger Abendblatt“ und „Berliner Morgenpost“, die beide zur Funke-Mediengruppe mit Sitz in Essen zählen, droht das Aus. Das berichtet das Handelsblatt in seiner Montagsausgabe unter Berufung auf Verlagskreise. Bisher beliefert die „Welt“ die Funke-Titel mit überregionalen Texten. Im Gegenzug produzieren „Abendblatt“ und „Morgenpost“ den Hamburger und den Berliner Lokalteil der „Welt“.

Der Vertrag, der die Zusammenarbeit regelt, läuft zum 30. April 2015 aus. Die Funke-Gruppe will ihn offenbar nicht verlängern. Ein Funke-Sprecher äußerte sich auf Anfrage des Handelsblattes nicht zur Redaktionsgemeinschaft, bestätigte aber, dass die Titel seines Hauses künftig verstärkt überregional kooperieren wollen. „Unsere Chefredakteure arbeiten an einem Konzept zur Zusammenarbeit ihrer Blätter“, sagte der Sprecher dem Handelsblatt. Vor diesem Hintergrund sucht auch Springers „Welt“ nach Alternativen. „Wir prüfen derzeit verschiedene Optionen“, sagte eine Verlagssprecherin.

Wie es in Verlagskreisen heißt, zahlt Springer Funke für die Produktion der beiden „Welt“-Lokalausgaben 1,5 Millionen Euro im Jahr. 500.000 Euro fließen an Springer als Entgelt für die überregionalen „Welt“-Berichte zurück. Aber selbst wenn es diesen Rückfluss künftig nicht mehr geben sollte, könnte es für Springer aus Kostengründen sinnvoll sein, sich die Lokalteile der „Welt“ auch weiterhin von Funke liefern zu lassen. Vor Einführung der Redaktionsgemeinschaft soll den Verlag allein die Produktion des Hamburger Lokalteils der „Welt“ rund drei Millionen Euro gekostet haben.

Von

khr

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