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22.07.2011

15:18 Uhr

Abhöraffäre

James Murdoch wird Falschaussage unterstellt

Der ehemalige Chefredakteur der "News of the World" unterstellt dem Sohn von Rupert Murdoch eine Falschaussage vor dem Parlamentsausschuss. Murdoch habe früher von den Abhörpraktiken gewusst, als er vorgab.

James Murdoch vor dem Parlamentsausschuss. Quelle: dapd

James Murdoch vor dem Parlamentsausschuss.

LondonDer frühere Chefredakteur des Skandalblattes „News of the World“ hat dem Sohn von Medienmogul Rupert Murdoch, James Murdoch, unrichtige Angaben in der Abhöraffäre vorgeworfen. Der Europachef des Murdoch-Medienimperiums News Corp. habe sich in einem Sonderausschuss es britischen Parlamentes am vergangenen Dienstag in mindestens einem Fall „geirrt“.

Das teilten der frühere Chefredakteur des Blattes, Colin Myler, sowie der ehemalige Rechtsanwalt des „News of the World“-Verlages News International, Tom Crone, am späten Donnerstagabend mit. James Murdoch könnte nun aufgefordert werden, die Sache klarzustellen, hieß es von dem Komitee, das sich der Aufklärung des seit Jahren laufenden Skandals verpflichtet hat.

Bei den Vorwürfen geht es um die Frage, ob James Murdoch frühzeitig von einer Email gewusst hatte, die Hinweise darauf gab, dass die Abhörpraktiken bei „News of the World“ keinesfalls nur die Tat eines einzelnen Journalisten waren. Murdoch hatte gesagt, er habe dieses Schriftstück erst später gesehen.

Derweil werden Zweifel an der Aussage von James Murdoch vor einem Parlamentskomitee laut. Der Sohn von Medienmogul Rupert Murdoch könnte aufgefordert werden, die Widersprüche in seiner Aussage vom Dienstag schriftlich zu erklären, sagte der Vorsitzende des Komitees, James Whittingdale, am Freitag.

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