Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.07.2011

21:53 Uhr

Abhörskandal

Briten kaufen Murdoch seinen Befreiungsschlag nicht ab

Die meistverkaufte Zeitung Großbritanniens einzustellen, ist keine Kleinigkeit. Und trotzdem ist Medienzar Rupert Murdochs Reaktion auf den Abhörskandal seines Blattes den Briten nicht genug.

Eine Frau hält sich in London eine Papiermaske von Rupert Murdoch vors Gesicht. Quelle: dpa

Eine Frau hält sich in London eine Papiermaske von Rupert Murdoch vors Gesicht.

LondonIst das Ende der „News of the World“ nur der Beginn einer neuen Boulevardzeitung mit anderem Namen aber gleichem Inhalt? So oder so ähnlich jedenfalls sieht das der britische Justizminister Kenneth Clarke. Er kann in dem wohl beispiellosen Schritt von Rupert Murdochs Sohn James, die traditionsreiche britische Sonntagszeitung „News of the World“ einzustellen, keinesfalls Reue für den Abhörskandal erkennen. Das Ganze sei nur der Versuch eines Imagewandels, hieß es auch aus Expertenkreisen.

Statt der 168 Jahre alten Zeitung werde künftig sonntags eben ein anderes Blatt erscheinen, zum Beispiel eine Sonntagsausgabe der „Sun“, dem Schwesterblatt der „News of the World.“ Die könnte unter dem Namen „The Sun on Sunday“ firmieren. Offizielle Antworten auf die Spekulationen gab es nicht.

Britisches Skandalblatt wird eingestellt

Video: Britisches Skandalblatt wird eingestellt

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Politiker und Medienexperten betonten am Donnerstag, dies sei noch lange nicht das Ende des Skandals. „Es ist ein großer Schritt, aber ich glaube nicht, dass die wahren Probleme gelöst sind“, sagte Ed
Miliband, Chef der sozialdemokratischen Labour-Partei. Premierminister David Cameron betonte, er werde weiter dafür kämpfen, das es eine öffentliche Untersuchung der Vorwürfe gebe.

Der Chef von News International, James Murdoch, gestand am Donnerstagabend schwere Fehler im Umgang mit der Affäre ein. Die letzte Ausgabe am Sonntag soll nun keine bezahlten Anzeigen enthalten,
erklärte James Murdoch. Stattdessen bekämen Hilfsorganisationen die Möglichkeit, kostenlos für ihre Sache zu werben. Der Erlös der Sonntagsausgabe werde dann für wohltätige Zwecke gespendet.

Medienangaben zufolge ist die „News of the World“ mit rund 2,8 Millionen verkauften Exemplaren pro Woche das meistverkaufte Blatt Großbritanniens. Die als „Revolverblatt“ verschriene Zeitung
erscheint im Verlag News International, dem britischen Arm des Medienimperiums von Rupert Murdoch, der News Corporation. Chef der britischen Ablegers ist Murdochs Sohn James.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

aruba

08.07.2011, 06:48 Uhr

Guten Tag,.... Mir ist klar dass weder das Handelsblatt noch die Boersenzeitung solche Dinge tun;..... jedoch gibt es da einige Andere.......! ?. Oder sehe Ich die Sache wie immer zu duester ?. Besten Dank

Account gelöscht!

08.07.2011, 16:22 Uhr

Hier mal endlich eine Firma die ethisch handelt:

Renault boykottiert News International
============================================

Dieses dreckige Murdoch Imperium wollen wir nicht hier in Europa sehen !


http://www.brandrepublic.com/news/1079229/renault-extends-ad-boycott-news-international-titles/

SchnelleProfit

10.07.2011, 01:55 Uhr

So entsteht eine korrupter,staatlich,organisierte Polizei-Mafia,Gedanken und Geschäftsideen Klau,Totalüberwachung,weil unsere Führungskräfte zu blöd sind selber zu denken.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×