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19.01.2012

16:47 Uhr

Abhörskandal

Jude Law erhält 156.000 Euro Entschädigung

Der Schauspieler Jude Law war eines der Opfer im Abhörskandal rund um das News-Corp-Blatt „News of the World“. Dafür erhielt er jetzt eine Kompensationszahlung von 156.000 Euro. Auch andere Prominente wurden entschädigt.

Der britische Schauspieler Jude Law schlüpft in der neuen „Sherlock Holmes“-Verfilmung in die Rolle von Dr. Watson. Wegen des Abhörskandals erhielt er jetzt eine Entschädigungszahlung. AFP

Der britische Schauspieler Jude Law schlüpft in der neuen „Sherlock Holmes“-Verfilmung in die Rolle von Dr. Watson. Wegen des Abhörskandals erhielt er jetzt eine Entschädigungszahlung.

LondonJournalisten hatten ihre Telefone abgehört, um skandalträchtige Geschichten herauszukriegen - dafür haben Prominente wie der Schauspieler Jude Law Entschädigungszahlungen bekommen. Nun ist die Höhe dieser Zahlungen bekannt geworden: So wurden etwa Law 130.000 Pfund (156.000 Euro) zugesprochen, wie am Donnerstag in Londons High Court berichtet wurde.

Reporter bei der mittlerweile eingestellten Zeitung „News of the World“ hatten über Jahre Telefone von bekannten und weniger bekannten Menschen angezapft und mit anderen illegalen Methoden recherchiert. Laws Telefon war vor allem zur Zeit seiner Beziehung mit der Schauspielerin Sienna Miller von 2003 bis etwa 2006 belauscht worden. Miller hatte bereits Entschädigung in Höhe von 100.000 Pfund bekommen.

Der Schauspielerin, Designerin und Ex-Frau von Law, Sadie Frost, wurden 50.000 Pfund zugesprochen. Auch Fußballstar Ashley Cole erkämpfte sich Zahlungen, deren Höhe allerdings nicht veröffentlicht wurden. Beigelegt wurden auch die Klagen von Reitlehrer James Hewitt, der eine Affäre mit Prinzessin Diana hatte, von Sängerin Dannii Minogue und dem Labour-Politiker und früheren Vize-Premierminister John Prescott.

Insgesamt seien nun 36 Entschädigungsklagen gegen die News Group Newspapers (NGN) entschieden, die hinter der „News of the World“ stand. Sie gehört zu Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp. Laut Anwalt Mark Thomson, der einige Opfer vertritt, stehen aber weitere Verhandlungen in anderen Fällen an.

Von

dpa

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