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13.08.2012

11:00 Uhr

Abo-Dienst

Soziale Plattform App.net nimmt erste Hürde

Die angestrebten 500.000 Dollar haben die Gründer der Plattform App.net eingesammelt. Sie sollen dem Aufbau eines besseren Online-Netzwerks dienen. Anders als bei Twitter sollen nur die Nutzer im Mittelpunkt stehen.

App.net will ein besseres Online-Netzwerk aufbauen als Twitter und Facebook. dpa

App.net will ein besseres Online-Netzwerk aufbauen als Twitter und Facebook.

New YorkDie soziale Plattform App.net, die Twitter und Facebook mit einem Abo-Dienst herausfordern will, hat die erste Hürde genommen. Das Projekt erreichte sein Finanzierungsziel von 500 000 Dollar, die von künftigen Nutzern und Entwicklern eingebracht wurden. App.net-Mitgründer Dalton Caldwell verspricht, mit Hilfe der Abo-Gebühr von 50 Dollar im Jahr einen Dienst aufzubauen, bei dem nur die Nutzer und nicht die Werbekunden im Mittelpunkt stehen. Eine erste Demo-Version der Plattform erinnert an den Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Die Gründer der Plattform hatten sich an die Internet-Nutzer mit dem Aufruf gewandt, innerhalb weniger Wochen 500 000 Dollar für den Aufbau von App.net zusammenzubringen. Die Zusagen kamen zunächst nur schleppend in Gang, am Sonntag war das Ziel jedoch knapp zwei Tage vor Ablauf der selbst gesetzten Frist erreicht. Bis Montagmorgen kamen knapp 635 000 Dollar von 9560 Unterstützern zusammen.

App.net ist nicht das erste von Nutzern finanzierte Projekt, dass ein besseres Online-Netzwerk aufbauen will. So sorgte im vergangenen Jahr eine Gruppe von US-Studenten mit dem Dienst Diaspora für Aufsehen, der mit Spenden funktionieren soll. Das Netzwerk ist jedoch im Vergleich zu den großen Rivalen bisher sehr klein geblieben.

Caldwell bekam zum Start der Finanzierungsrunde zusätzliche Aufmerksamkeit mit einem offenen Brief an Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Dort warf er Facebook-Managern vor, ihn zum Verkauf eines seiner früheren Projekte zu drängen, weil es in Konkurrenz zu eigenen Dienstes des Online-Netzwerk gestanden hätte. „Du hast ein Geschäft aufgebaut, das finanzielle Motive verfolgt, die nicht im Einklang mit den Interessen von Nutzern und Entwicklern sind“, schrieb Caldwell an den Facebook-Gründer.

Von

dpa

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