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24.06.2011

08:17 Uhr

Absatz sinkt

Sun-Kauf zahlt sich für Oracle nicht aus

Schlechte Zahlen von Oracle: Der Technologieriese verkauft weniger Server, aber mehr Software. Die Börse reagierte prompt.

Oracle-Konferenz in San Francisco. Quelle: Reuters

Oracle-Konferenz in San Francisco.

Redwood ShoresOracle schwächelt in dem für viel Geld zugekauften Geschäft mit Firmenrechnern. Im vierten Geschäftsquartal (Ende Mai) ging der Absatz von Servern um 6 Prozent zurück. Einzig wegen eines gut laufenden Support-Geschäfts kam am Ende ein Nullwachstum in der Sparte heraus.

Dagegen konnte der SAP-Rivale bei seiner angestammten Software abermals prozentual zweistellig zulegen. Die Enttäuschung über das Hardware-Geschäft überwog jedoch und die Aktie fiel am Donnerstag nachbörslich um 4 Prozent.

Insgesamt stieg der Umsatz vor allem dank des florierenden Geschäfts mit Software-Lizenzen um 13 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar (7,6 Mrd. Euro) und damit erstmals über die 10-Milliarden-Marke. Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 36 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Das Wachstum sei Oracle fast ohne Übernahmen gelungen, betonte Finanzchefin Safra Catz am Firmensitz im kalifornischen Redwood Shores.

Oracle hatte in den vergangenen Jahren Dutzende Milliarden Dollar für Zukäufe ausgegeben, um den deutschen Rivalen SAP bei der Unternehmenssoftware einzuholen. Dabei verleibte sich der Konzern so bekannte Softwarefirmen wie Siebel oder PeopleSoft ein. Anfang vergangenen Jahres schloss Oracle zudem den 7,4 Milliarden Dollar schweren Kauf des Server-Spezialisten Sun Microsystems ab und stieg damit ins Hardware-Geschäft ein.

Idee ist es, Pakete aus Software und Hardware anzubieten. Das Sun-Geschäft verlaufe besser als gedacht, versicherte Finanzchefin Catz. In diesem Markt herrscht jedoch ein starker Konkurrenzdruck. Mit seinen leistungsstarken Rechnern tritt Oracle vor allem gegen IBM an, aber auch gegen HP, Dell oder Fujitsu.

Von

dpa

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