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19.03.2006

15:20 Uhr

dpa-afx BIELEFELD. Die Deutsche Telekom kann weitere 20 000 unrentable Telefonhäuschen abbauen und durch billigere "Basistelefone" ersetzen. Das berichtete das Bielefelder "Westfalen- Blatt" (Wochenendausgabe). Die Bundesnetzagentur habe nach einem zweijährigem Pilotversuch das Basistelefon als vollwertige öffentliche Fernsprecheinrichtung anerkannt. Basistelefone haben keinen Wetterschutz und keine Beleuchtung. Sie kosten die Telekom gegenüber einer 7 500 Euro teuren Zelle nur 500 Euro.

Während des Versuchs waren laut "Westfalen-Blatt" bereits 15 000 extrem unwirtschaftliche Telefonzellen durch Basisgeräte ersetzt worden. Die Telekom stufe 30 000 bis 35 000 Telefonzellen als unwirtschaftlich ein. Der Umsatz pro Monat liege hier unter 125 Euro, sagte Telekom-Sprecher Rüdiger Gräve dem "Westfalen-Blatt". Insgesamt gibt die Telekom den Bestand ihrer öffentlichen Fernsprecher mit 115 000 an. Vor zehn Jahren gab es noch mehr als 160 000 Telefonzellen.

Durch den weiteren Einsatz von Basistelefonen sei weiterhin eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit öffentlicher Telefonie gewährleistet, sagte der Post- und Telekommunikationsexperte des Städte- und Gemeindebundes, Ralph Sonnenschein. Das Basistelefon sei vom Bürger angenommen worden und ein guter Ersatz für Telefonzellen.

Bei Basistelefonen ist Telefonieren nur mit dem Zahlencode einer speziellen Telefonkarte (Calling-Card) oder Kreditkarte möglich. Ferner können R-Gespräche geführt werden, bei denen der Angerufene die Gesprächskosten übernimmt. Außerdem sind mit einer separaten Taste Notrufe möglich. Alle 0 800-Servicenummern sind kostenlos.

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