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11.03.2004

13:36 Uhr

Absichtserklärung unterzeichnet

SPD-Holding will bei „Frankfurter Rundschau“ einsteigen

Die SPD-eigene Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) und die Frankfurter Rundschau haben Verhandlungen über eine Beteiligung der DDVG an dem Frankfurter Zeitungshaus bestätigt. Bedingung sollen allerdings erhebliche Sparmaßnahmen sein.

HB FRANKFURT/BERLIN. Voraussetzung für eine Beteiligung sei, dass sich beide Seiten über rasche und einschneidende Sanierungsbeiträge einigten, teilten die DDVG und die Geschäftsführung des Verlags der „Frankfurter Rundschau“ am Donnerstag mit. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden. SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier sagte, die Verhandlungen sollten möglichst bis Ende April abgeschlossen werden. Die SPD strebe eine Minderheitsbeteiligung an. Wenn zunächst noch keine weiteren Partner gefunden würden, könne es auch eine vorübergehende Mehrheitsbeteiligung der SPD geben. Gesucht würden weitere Partner aus der Medienbranche. Die Gläubigerbanken beurteilten das SPD-Interesse positiv. Medienexperten sahen keine Gefahr, dass die unabhängige Berichterstattung der Zeitung beeinträchtigt werde.

Wettig-Danielmeier sagte Reuters: „Ich hoffe, dass wir in vier bis sechs Wochen zu einem Abschluss gekommen sind.“ Die in Medienberichten genannte Beteiligung von 75 % bestätigte sie nicht. „Das ist eine gegriffene Zahl“, sagte sie. Auch zum Finanzvolumen der Beteiligung machte Wettig-Danielmeier keine Angaben. Hier sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte sie.

Die SPD suche weiter nach Partnern, die sich ebenfalls an dem Frankfurter Verlag beteiligten. Dabei habe man auch andere Verlagshäuser im Auge: „Wir suchen nach einer Branchenlösung.“

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