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05.04.2006

20:46 Uhr

Acht Fragen an: Nico Hofmann

„Eventfilme macht niemand besser als wir“

VonDie Fragen stellte Hans-Peter Siebenhaar

Nico Hofmann ist Geschäftsführer der Produktionsfirma Teamworx. Mit dem Handelsblatt sprach er über die deutsche Filmlandschaft und die Konkurrenzfähigkeit auf dem internationalen Markt.

Wie steht es mit der Kauflaune der Fernsehsender weltweit?

Für den deutschen Eventfilm ist die Kauflaune auf dem internationalen Parkett gestiegen.

Warum?

Weltweit gibt es für die Sender gar nicht so viele erstklassige Fernsehfilme. Wir haben beispielsweise bei „Dresden“ gerade bei der technischen und inhaltlichen Qualität stark darauf geachtet, dass ein solcher Event auch außerhalb von Deutschland zu verkaufen ist. Die Computeranimationen können mit Hollywood mithalten.

Dennoch kaufen die Amerikaner keine deutschen Fernsehfilme.

Das wird sich ändern. Ich verhandle gerade mit dem größten US-Bezahlsender HBO, einer Tochter des Medienriesen Time Warner. Mit einer zehn Millionen teuren Produktion wie „Dresden“ haben wir Weltniveau bewiesen. Und was die Qualität betrifft, liegen wir künstlerisch deutlich über Hollywood-Durchschnitt.

Filme wie „Sturmflut, „Luftbrücke“ und „Dresden“ haben Sie ohne amerikanischen Partner gedreht. Hat das Modell angesichts der hohen Preise noch Zukunft?

Wir wollen in Zukunft auch englischsprachig produzieren, um die internationale Vermarktung zu verbessern. Natürlich sprechen wir mit der BBC und mit HBO über gemeinsame Projekte.

Welche Filme können das sein? Doch nicht ausgesprochen deutsche Stoffe?

Ich entwickle bereits seit fünf Jahren das Projekt des Zeppelins „Hindenburg“. Der zweite Teil des Films – inszeniert wie ein Thriller – wird auf amerikanischem Boden spielen. Schließlich ist dort auch das Luftschiff abgestürzt. Derzeit verhandle ich mit HBO und dem ZDF. Mit der BBC spreche ich über das Drama des britischen Truppentransporters „Laconia“, das ich im kommenden Jahr gerne verfilmen will.

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