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01.08.2014

08:31 Uhr

Actionkamera-Anbieter

Go Pro macht nach Börsengang Verluste

Der Actionkamera-Anbieter Go Pro muss mit höheren Verlusten nach seinem erfolgreichen Börsengang leben. Die ersten Quartalszahlen nach dem Börsengang drückten die Aktie des Unternehmens um knapp zehn Prozent.

Besonders unter Sportlern erfreuen sich die Kameras großer Beliebtheit. Reuters

Besonders unter Sportlern erfreuen sich die Kameras großer Beliebtheit.

San MateoDer Actionkamera-Spezialist Go Pro hat bei seinen ersten Quartalszahlen nach dem erfolgreichen Börsengang einen höheren Verlust verbucht. Das Minus stieg im zweiten Quartal auf knapp 20 Millionen Dollar nach gut 5 Millionen Dollar vor einem Jahr. Durch die Bank höhere Kosten überwogen den Umsatzzuwachs von 38 Prozent auf 244,6 Millionen Dollar. Die Aktie fiel am Donnerstag nachbörslich um knapp zehn Prozent.

Der Kameramarkt in Deutschland

Der Absatz sinkt

Es wird zwar so viel fotografiert wie nie, trotzdem sinkt der Absatz von Digitalkameras: 2012 waren es nach Angaben von Statista 7,9 Millionen Stück, rund 700.000 weniger als im Vorjahr. Weil Smartphones passable Bilder liefern, kaufen sich immer weniger Menschen eine Kompaktkamera.

Höhere Preise

Der Durchschnittspreis stieg zuletzt von 206 auf 233 Euro – die Branche verkauft weniger, dafür aber hochwertigere Geräte.

Spiegelreflexkameras sind gefragt

Hochwertige Geräte sind dagegen weiter gefragt. 2012 verkauften die Hersteller nach einer Prognose von Statista 980.000 Spiegelreflex- sowie 180.000 Systemkameras. Der Umsatz mit diesen Geräten stieg von 674 Millionen auf 720 Millionen Euro.

Objektive als Zusatzgeschäft

Mit Wechselobjektiven machen die Kamera- und Zubehörhersteller ein nettes Zusatzgeschäft. Der Absatz stieg auf 1,72 Millionen Stück, der Umsatz legte leicht auf 500 Millionen Euro Umsatz zu.

Fast jeder hat eine Kamera

Digitalkameras sind längst etwas für die Masse: 2011 gab es laut Statista in 71 Prozent aller deutschen Haushalte ein Gerät. Heute dürften es noch mehr sein.

Canon vor Nikon

Unter den Kamerabesitzern in Deutschland ist Canon die beliebteste Marke, 14,4 Prozent nennen den japanischen Hersteller. Auf den Plätzen 2, 3 und 4 folgen Nikon (9,4 Prozent), Sony (8,8 Prozent) und Kodak (8,5 Prozent).

Zuvor hatte sich ihr Preis seit dem Börsengang Ende Juni auf rund 48 Dollar verdoppelt. Go Pro verkauft kleine Kameras, die man bei sportlichen Aktivitäten benutzen kann.

Von

dpa

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