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24.01.2011

11:03 Uhr

Aenne Burda Preis

Die Popularisierung der Haute Couture im Web

VonHans-Peter Siebenhaar

Auf Deutschlands wichtigster Interkonferenz DLD treffen sich klassische und neue Medien. Das Treffen der internationalen Kommunikationsbranche ist noch immer eine Männerdomäne. Das soll so nicht bleiben.

MÜNCHEN. Mit dem Aenne-Burda-Preis für die britische Internetunternehmerin Natalie Massenet  setzt der Medienkonzern Burda nun ein Zeichen gegen die männliche Übermacht. Denn die Gründerin des weltweit erfolgreichsten Onlineportals für Designer-Mode, Net-a-Porter.com, sorgt seit über einem Jahrzehnt für Furore im Netz. Die frühere Mode-Redakteurin, die einst für Zeitschriften wie „Women's Wear Daily“ und „Tatler“ schrieb, hat die Haute Couture popularisiert.  Die in London ansässige Unternehmerin verkauft etwa 300 Designer weltweit, beispielsweise Stella McCartney, Helmut Lang und Missioni.

Das im Juni 2000, auf dem Höhepunkt des ersten Internetboom gegründete Unternehmen, kombiniert E-Commerce und Modejournalismus. Es verführt zum Kauf teurer Klamotten, Schuhe, Schmuck und Taschen. Denn die Edel-Produkte, über die auf der Internetseite berichtet wird, können per Mausklick sofort gekauft werden. Die Geschäftsidee der gelernten Stylistin funktioniert gut.

Im Geschäftsjahr hat die 44-Jährige Erlöse von rund 140 Millionen Euro erzielt. 2,4 Millionen Frauen besuchen monatlich das Internetportal. Laut Marktforschungsinstitut Forrester kommt Net-a-Porter eine Vorreiterrolle beim Verkauf von anspruchsvoller Mode im Online-Handel zu. „Net-a-proter hat den Weg Designer-Mode zu kaufen revolutioniert“, schrieb die Modezeitschrift Vogue anerkennend.

Die Auszeichnung für Natalie Massenet wurde von der Schauspielerin Maria Furtwängler, Ehefrau des Verlegers Hubert Burda, in München überreicht. Mit dem Preis für „kreative Führung“ will der Zeitschriftenkonzern an die im Herbst 2005 verstorbene Mode-Pionierin und Medienunternehmerin Aenne Burda erinnern. Der Preis wurde nun zum sechsten Mal vergeben. Zu den Ausgezeichneten gehören beispielsweise die Flickr-Mitbegründerin Caterina Fake und die Firefox-Pionierin Mitchell Baker.

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