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19.01.2006

15:06 Uhr

„Agenturmänner des Jahres“

Auf dem Weg zurück zu den kreativen Wurzeln

VonMaike Telgheder

Am Donnerstag werden Amir Kassaei und Tonio Kröger von der renommierten Kommunikationsfachzeitung „Horizont“ als „Agenturmänner des Jahres“ geehrt.

Amir Kassaei und Tonio Kröger

Amir Kassaei und Tonio Kröger

FRANKFURT. „Better Ideas. Better Results.“ Noch vor vier Jahren konnte die Werbebranche über diesen Wahlspruch der weltweit tätigen Agentur DDB nur schmunzeln, wenn man an die deutsche Niederlassung dachte. Von kreativen Einfällen konnte keine Rede sein. In den einschlägigen Hitlisten der Agenturen mit den meisten Werbepreisen kam die Gruppe nicht vor. Und „Results“ im Sinne von Gewinn gab es bei DDB auch nicht: Die Zahlen waren seit Jahren tiefrot.

Heute könnte DDB Deutschland das Motto der gesamten Gruppe eigentlich schon fast wieder in ihren Internet-Auftritt stellen. Denn CEO Tonio Kröger und Kreativchef Amir Kassaei haben DDB binnen zweieinhalb Jahren zur zweitkreativsten Agentur in Deutschland gedreht, die immerhin knapp eine schwarze Null schreibt. Dafür werden sie am Donnerstag von der renommierten Kommunikationsfachzeitung „Horizont“ als „Agenturmänner des Jahres“ geehrt. Der Titel gilt in Deutschland als eine Art Branchen-Oscar.

Vor vier Jahren noch war die Situation bei DDB in Deutschland prekär: Gebeutelt von zahlreichen Managementwechseln drohte der defizitären Netzwerkagentur auch noch Großkunde Volkswagen abzuspringen. Ausgerechnet Volkswagen, für dessen Käfer DDB-Gründer Bill Bernbach in den USA bereits 1958 erste Anzeigen getextet und mit dem die Agentur viele kreative Erfolge gefeiert hatte.

Der Mutterkonzern, die Werbeholding Omnicom, reagierte und machte sich auf die Suche nach einem neuen Management für die deutsche Dependance. Tonio Kröger, damals Leiter Marketingkommunikation der Daimler-Chrysler-Vertriebsorganisation in Deutschland, sagte zu und gewann Amir Kassaei, Kreativdirektor bei Springer & Jacoby, als Chief Creative Officer.

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