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15.01.2004

11:05 Uhr

Aktien vom Intel-Ausblick belastet

ASML schreibt wieder Gewinne

Für den niederländischen Chipfabrik-Ausrüster ASML ist mit dem Jahr 2004 auch der Aufschwung gekommen. Der Das Unternehmen ist im abgelaufenen vierten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt.

HB VELDHOVEN. ASML legte am Donnerstag Gewinn- und Umsatz-Zahlen weit über den Erwartungen der Analysten vor und präsentierte gefüllte Auftragsbücher. „Der Aufschwung ist mit dem Jahr 2004 angekommen“, erklärte Vorstandschef Dough Dunn. Er kündigte zugleich an, noch vor Jahresende in den Ruhestand zu gehen. Ein Nachfolger werde gesucht. ASML-Aktien reagierten zu Handelsbeginn Händlern zufolge wegen des enttäuschenden Intel-Ausblicks mit einem Kursabschlag von fast vier Prozent.

Im abgelaufenen Quartal habe sich ein Netto-Gewinn von 16 Mill. € nach einem Verlust im Vorjahr von 50 Mill. € ergeben, teilte ASML mit. Der Umsatz sank zwar im Vergleich zum Vorjahr auf 526 Mill. € von 819,6 Mill. €. Im dritten Quartal 2003 hatte der Umsatz aber lediglich bei 370 Mill. € gelegen. Analysten hatten für das vierte Quartal im Schnitt mit einem Gewinn von 1,7 Mill. € bei Umsätzen von 471 Mill. € gerechnet.

Dunn verglich den abzusehenden Aufschwung mit einem Sonnenaufgang. „Wir können das Licht (am Horizont) der steigenden Investitionen der Unternehmen sehen und auf unseren eigenen Auftragsbüchern“, sagte er. ASML habe derzeit Aufträge im Umfang von 993 Mill. €, hieß es weiter.

ASML ist weltgrößter Hersteller von Lithographiemaschinen, die als Grundausrüstung für die Chip-Produktion erforderlich sind. Zu den größten Kunden von ASML zählt der US-Chiphersteller Intel, der am Vorabend bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen für das laufende Vierteljahr sinkende Umsätze angekündigt hatte. Der Ausblick belastete die gesamte Technologiebranche in Asien und Europa. ASML-Aktien verloren im frühen Handel 3,7 % auf 16,66 €.

Die Halbleiterbranche war vor einigen Jahren in ihre schlimmste Krise seit jeher geraten. In den vergangenen Monaten zeichnete sich aber zunehmend eine Erholung ab und die Nachfrage nach Computern, Handys und Digitalkameras zwang die Chiphersteller, ihre Kapazitäten wieder zu erhöhen.

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