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11.09.2013

15:47 Uhr

Aktienübernahme

Vodafones Kabel Deutschland-Übernahme kommt voran

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hält bereits bereits ein Fünftel der Aktien am deutschen Kabelnetzbetreiber. Die Offerte läuft noch bis Mitternacht. Ob die Übernahme gelingt, ist noch offen.

Bis zum gestrigen Börsenschluss wurden Vodafone 15,6 Prozent der Anteile angeboten. dpa

Bis zum gestrigen Börsenschluss wurden Vodafone 15,6 Prozent der Anteile angeboten.

FrankfurtFür Vodafone wird die Milliarden-Übernahme von Kabel Deutschland zur Nervenprobe. Kurz vor Ende der Angebotsfrist sammelte der britische Mobilfunkriese erst ein Fünftel der Kabel-Deutschland-Aktien ein. Dabei hat sich Vodafone selbst eine hohe Hürde gesetzt und will mindestens auf 75 Prozent der Kabel-Deutschland-Anteile kommen. Aggressive Hedgefonds, die sich mit Papieren von Kabel Deutschland eingedeckt haben, könnten Vodafone dazwischen funken.

Bis zum Börsenschluss am Dienstag seien dem Konzern 15,6 Prozent der Kabel-Deutschland-Titel angedient worden, teilte Vodafone am Mittwoch mit. Zusammen mit den Aktien, die der britische Mobilfunkriese bereits vorher kaufte, beläuft sich der Anteil derzeit damit auf 19,88 Prozent. Die Offerte läuft noch bis Mittwochmitternacht - üblicherweise trennen sich die meisten Aktionäre erst kurz vor Schluss von ihren Papieren.

Wann genau das Ergebnis feststehe, sei derzeit nicht klar, sagte ein Sprecher von Vodafone Deutschland. Laut den Angebotsunterlagen muss das Resultat innerhalb von drei Arbeitstagen nach Ende der Frist veröffentlicht werden - also bis Montag. Sollte Vodafone die 75-Prozent-Marke nicht erreichen, wollen sie die Übernahme platzen lassen.

Die Anleger blieben zunächst gelassen: An der Börse kostete die Kabel-Deutschland-Aktie wie gehabt 85,10 Euro - knapp über der Kaufofferte. Vodafone will durch den Kabel-Deal ein Schwergewicht mit superschnellen Datennetzen im Mobilfunk und Festnetz in Deutschland schaffen und Marktführer Deutsche Telekom in die Zange nehmen. Dank eines Geldregens von 130 Milliarden Dollar aus dem Verkauf des US-Geschäfts können sich die Briten die Offensive leisten.

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