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20.10.2014

13:48 Uhr

Aktionäre verkaufen an BSkyB

Briten übernehmen mehr Sky Deutschland Anteile als erwartet

Nachdem Rupert Murdoch den Mehrheitsanteil von Sky Deutschland an den Schwestersender BSkyB übertragen hat, musste der den übrigen Aktionären ein Angebot machen. Überraschend viele nahmen an.

Im Zuge der Übernahme einer Mehrheit an Sky Deutschland, haben mehr Aktionäre das Angebot des britischen Pay-TV-Senders BSkyB angenommen, als gedacht. ap

Im Zuge der Übernahme einer Mehrheit an Sky Deutschland, haben mehr Aktionäre das Angebot des britischen Pay-TV-Senders BSkyB angenommen, als gedacht.

MünchenDer britische Pay-TV-Anbieter BSkyB übernimmt einen deutlich höheren Anteil an dem bisherigen Schwestersender Sky Deutschland als zunächst erwartet. Weil zahlreiche kleinere Aktionäre auf das Übernahmeangebot von BSkyB eingingen, haben die Briten bereits 68,8 Prozent der Aktien in der Tasche, wie das britische Unternehmen am Montag mitteilte. Außerdem werde die Frist zur Annahme der Offerte von 6,75 Euro je Aktie bis 3. November verlängert.

Der Medienmagnat Rupert Murdoch bündelt seine Bezahlsender in Deutschland, Großbritannien und Italien zu einer schlagkräftigen Einheit. Dafür verschiebt Murdoch den 57-prozentigen Sky-Deutschland-Anteil seiner Konzernholding 21st Century Fox zu seinem britischen Ableger BSkyB.

Das Imperium des Rupert Murdoch

Geerbtes Unternehmen

Rupert Murdoch kam 1931 in Australien zur Welt. Das Unternehmertum liegt in der Familie: Sein Vater kaufte sich in die Zeitungskette News Limited ein, Sohn Rupert erbte sie 1952 – und baute sie zu einem Medienimperium aus, zu dem heute neben den Zeitungen in aller Herren Länder auch der Buchverlag Harper Collins, Internetbeteiligungen, Fernsehsender und mit „20th Century Fox“ ein legendäres Hollywood-Studio gehören.

Von der „Sun“ bis zum „Wall Street Journal“

Begonnen hat alles mit der Zeitung „The News“ aus dem australischen Adelaide, die der damals Anfang 20-jährige Rupert von seinem Vater übernahm. Später verleibte sich Murdoch in Großbritannien die renommierte Londoner „Times“ ein, außerdem das Massenblatt „Sun“. Die britische Sonntagszeitung „News of the World“ stampfte Murdoch nach einem Abhörskandal kurzerhand ein. Im Jahr 2007 landete Murdoch einen seiner größten Coups, indem er den US-Konzern Dow Jones übernahm, den Herausgeber Wirtschaftsblatts „Wall Street Journal“.

Fox-Fernsehsender

Flaggschiff des Konglomerats sind die amerikanischen Fox-Fernsehsender, die wegen ihrer konservativen Ausrichtung berühmt-berüchtigt sind. Hier ist aber auch die Heimat der Kultsendung „Die Simpsons“. Die gelbe Zeichentrick-Familie mit Oberhaupt Homer und der guten Seele Marge nimmt in vielen Folgen den Sender und seinen Patriarchen selbst auf die Schippe.

Auch in Deutschland aktiv

Murdoch hält die Mehrheit am Bezahlsender Sky, dem früheren Premiere. Sein Sohn James ist seit 2016 wieder Vorsitzender des Aufsichtsrates beim britischen Mutterkonzern.

Schiffbruch mit MySpace

Murdoch erkannte früh die Chancen des Internet und traute sich als einer der ersten großen Verleger, Geld für Nachrichten im Netz zu verlangen. Mit einem anderen Projekt erlitt er indes Schiffbruch: Das einstmals größte Online-Netzwerk MySpace ist nach dem Siegeszug von Facebook heute nur noch ein Schatten seiner selbst.

Aufspaltung in zwei Bereiche

2013 spaltete Murdoch sein Imperium in zwei Reiche auf: die profitable Filmsparte 21st Century Fox und das schwächelnde Verlagsgeschäft News Corp.

Im Zuge dessen war BSkyB nach deutschem Recht verpflichtet, den übrigen Aktionären ein Angebot zu machen.

Von

rtr

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