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03.01.2011

23:59 Uhr

Alarm bei Sozialnetzwerk

MySpace schlittert tiefer in die Dauerkrise

Einst war MySpace das größte soziale Netzwerk im Internet: Doch seitdem Facebook auf diesem Feld die Führung übernommen hat, kommt MySpace nicht mehr aus der Krise. Jetzt droht eine weitere drastische Entlassungswelle.

Wenig Freude mit MySpace: Medienmogul Rupert Murdoch dpa

Wenig Freude mit MySpace: Medienmogul Rupert Murdoch

HB NEW YORK. Dem Online-Netzwerk MySpace droht weiteres Ungemach. Der Mutterkonzern News Corp. wolle das Geschäft drastisch zurechtstutzen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Dabei soll es auch zu Stellenstreichungen kommen. Nach Informationen des Wirtschaftssenders CNBC dürften mehr als die Hälfte der heute noch rund 1100 Mitarbeiter auf die Straße gesetzt werden. Das Technologie-Blog „All Things Digital“ hatte bereits vor einigen Tagen ähnliche Zahlen genannt.

MySpace war im Jahr 2003 gestartet und hatte sich zum größten Online-Netzwerk der Welt aufgeschwungen, wurde dann jedoch von Facebook überrundet. Facebook beziffert die Zahl der Mitglieder inzwischen auf mehr als 500 Millionen. MySpace zählt rund 100 Millionen Nutzer. Mit der schwindenden Bedeutung sinken auch die Werbeumsätze, die Verluste häufen sich. MySpace versucht derzeit den Neustart als Unterhaltungsplattform mit Musik und Videos.

Bereits im vergangenen Jahr hatte MySpace eine drastische Sparrunde mitmachen müssen, der rund ein Drittel der Belegschaft zum Opfer fiel. Den Medienberichten zufolge soll das neuerliche Großreinemachen die Bühne für den Verkauf bereiten. 2005 hatte die von Medienmogul Rupert Murdoch gelenkte News Corporation damals aufsehenerregende 580 Millionen Dollar für MySpace hingeblättert.

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