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12.09.2013

10:46 Uhr

America Movil

KPN verhandelt über Übernahmeangebot

Die Übernahme des niederländischen Telekomkonzerns KPN durch America Movil rückt näher. Der Milliardär Carlos Slim ringt seit Wochen mit KPN. Die Verhandlungen seien konstruktiv, teilte KPN mit.

Kann Carlos Slim sein Telekom-Imperium bis in die Niederlande ausdehnen? Die Übernahme von KPN rückt in greifbare Nähe. Reuters

Kann Carlos Slim sein Telekom-Imperium bis in die Niederlande ausdehnen? Die Übernahme von KPN rückt in greifbare Nähe.

BrüsselIn das Ringen um die künftigen Besitzverhältnisse bei der E-Plus-Mutter KPN kommt Bewegung. Der niederländische Telekomkonzern erklärte am Donnerstag, er spreche mit America Movil über dessen Angebot für eine vollständige Übernahme. Management und Aufsichtsrat stünden in ständigem Kontakt mit dem mexikanischen Unternehmen des Milliardärs Carlos Slim. „Der Ausgang dieser Gespräche ist offen“, hieß es weiter. America Movil hat 7,2 Milliarden Euro für die KPN-Anteile geboten, die es noch nicht besitzt. Eine niederländische Stiftung sperrt sich jedoch gegen das Vorhaben. Formal hat America Movil bisher noch kein Gebot vorgelegt.

Nach dem feindlichen Übernahmeangebot seien Management und Direktorium von KPN zu den Gesprächen verpflichtet, erklärte KPN weiter. Die Verhandlungen seien konstruktiv. Aufsichtsratschef Jos Streppel sagte, KPN wäge sorgfältig Vor- und Nachteile für Aktionäre, Angestellte und Kunden ab. Dabei gehe es sowohl um finanzielle als auch andere Fragen sowie die Rolle von KPN als öffentlicher Dienstleister. Slims Unternehmen America Movil will sich KPN ganz einverleiben und so die eigenen Geschäfte über den Kernmarkt Lateinamerika hinaus stärken.

Obwohl es in den Niederlanden Widerstand gegen America Movils Pläne für KPN gibt, wollen die Mexikaner ihre Offerte von 2,40 Europ je Anteilsschein bisher nicht erhöhen. Nachdem die Nachricht über die Gespräche am Donnerstag die Märkte erreichte, stiegen KPN-Aktien in Amsterdam 1,6 Prozent. Später notierten sie bei 2,26 Euro noch gut ein Prozent im Plus.

Parallel zu dem KPN-America-Movil-Geschäft soll auch die deutsche KPN-Mobilfunktochter E-Plus mit dem Rivalen O2 verschmolzen werden. O2, Tochter des spanischen Telefonica -Konzerns, will E-Plus für 8,6 Milliarden Euro übernehmen und so in Deutschland zum Branchenprimus vor den bisherigen Marktführern Telekom und Vodafone aufsteigen.

Von

rtr

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