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28.07.2016

16:04 Uhr

América Movil

Slim-Konzern trennt sich von Telekom-Austria-Paket

7,8 Prozent der Anteile werden verkauft – bleiben noch 51,89 Prozent: Der mexikanische Mobilfunker América Movil trennt sich von einem Teil seines Aktienpakets an der Telekom Austria. Deren Papiere verloren an Wert.

Der mexikanische Konzern hatte einen Syndikatsvertrag mit dem österreichischen Staat geschlossen. Darin vereinbarten die Parteien eine Erhöhung des Streubesitzes auf 20 Prozent. Reuters

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Der mexikanische Konzern hatte einen Syndikatsvertrag mit dem österreichischen Staat geschlossen. Darin vereinbarten die Parteien eine Erhöhung des Streubesitzes auf 20 Prozent.

WienDer mexikanische Mobilfunkkonzern América Movil trennt sich von einem Teil seiner Anteile an der Telekom Austria. Durch den Verkauf von 7,8 Prozent an dem österreichischen Telekomkonzern verringere sich der Anteil auf 51,89 Prozent, teilte der Konzern des Milliardärs Carlos Slim am Donnerstag mit.

Details wurden nicht genannt. Die Telekom Austria wollte sich vorerst nicht dazu äußern. Zuvor gab jedoch die Investmentbank Citigroup bekannt, eine bis zu 400 Millionen Euro schwere Anleihe zu begeben, die in Aktien der Telekom Austria getauscht werden könne. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass der Rückzug von America Movil bei der Telekom Austria damit im Zusammenhang steht, dass sich die Mexikaner dazu verpflichtet hatten, den Streubesitz bei den Österreichern bis Jahresende von derzeit rund zwölf Prozent auf 20 Prozent zu erhöhen.

América Movil stieg 2012 bei der Telekom Austria mit 23 Prozent ein. Danach wurde der Anteil in mehreren Schritten auf 59,7 Prozent aufgestockt. Mit dem österreichischen Staat, der über seine Staatsholding ÖBIB 28,4 Prozent an der Telekom Austria hält, schlossen die Mexikaner einen Syndikatsvertrag. Teil des Vertrages war eben auch die Erhöhung des Streubesitzes.

Wichtige Frequenz-Auktionen international

USA 2015

Erlöst wurden 45 Milliarden Dollar (40 Milliarden Euro).

Großbritannien 2014

2,3 Milliarden Pfund (3 Milliarden Euro). Analysten hatten mit bis zu vier Milliarden Pfund gerechnet.

Tschechien 2013

300 Millionen Euro. Die Auktion gelang erst im zweiten Anlauf - der erste Versuch wurde von der dortigen Regulierungsbehörde abgebrochen, da die eingegangenen Gebote sich bereits auf über 700 Millionen Euro summierten. Angesichts solcher hohen Summen fürchtete die Behörde massive Preissteigerungen für die Handy-Nutzer und einen langwierigen Ausbau der neuen Netze.

Österreich 2013

2 Milliarden Euro. Erwartet hatte der Staat eigentlich nur 600 Millionen Euro.

Niederlande 2012

3,8 Milliarden Euro. Der Betrag fiel wesentlich höher aus als von Experten prognostiziert. Telekom-Marktführer KPN musste wegen der hohen Ausgaben die Ausschüttungen an die Aktionäre streichen.

Frankreich 2011

Hier wurden 3,6 Milliarden Euro erlöst.

Deutschland 2010

Vier Bieter legten insgesamt 4,4 Milliarden Euro auf den Tisch.

Telekom-Austria-Papiere verloren an der Wiener Börse gut drei Prozent auf 5,1 Euro. Der europäische Telekom Sektor lag hingegen nur leicht im Minus. América Movil zahlte für die Anteilsaufstockung 2014 noch 7,15 Euro je Telekom-Austria-Aktie.

Von

rtr

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