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29.06.2012

08:53 Uhr

América Móvil

Übernahmeangebot für E-Plus-Mutter KPN erfolgreich

Carlos Slim hat sein Ziel erreicht. Der mexikanische Milliardär hält dank feindlicher Übernahme nun 27,7 Prozent am Telekommunikationskonzern KPN. Für Slim ist die E-Plus-Mutter ein guter Zugang zum europäischen Markt.

Die KPN-Konzernzentrale in Den Haag. dpa/picture alliance

Die KPN-Konzernzentrale in Den Haag.

Den HaagDer mexikanischer Milliardär Carlos Slim ist mit seinem feindlichen Übernahmeangebot für den niederländischen Telekommunikationskonzern KPN erfolgreich gewesen. Slims Unternehmen América Móvil hält 393.283.000 KPN-Aktien, was etwa 27,7 Prozent der Anteile an der Mutter des deutschen Mobilfunkanbieter E-Plus entspricht, wie América Móvil am Donnerstagabend mitteilte. Slim hatte die Marke von 27,7 Prozent bei seinem Übernahmeangebot im Mai als Ziel genannt.

„Mit dieser Investition hat América Móvil sein Ziel erreicht, sich einen bedeutenden Minderheitsanteil an KPN zu sichern, einem Unternehmen mit einer attraktiven Position in wichtigen europäischen Märkten“, erklärte der mexikanische Konzern. KPN hatte das Angebot zurückgewiesen und erklärt, das Unternehmen sei mit der Offerte deutlich unterbewertet.

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Der gescheiterte E-Plus-Verkauf zieht seine Kreise. KPN-Anleger verkaufen ihre Papiere.

Im Abwehrkampf gegen América Móvil hatte KPN zwischenzeitlich sogar den Verkauf von E-Plus erwogen. Die Verhandlungen mit mehreren Partnern scheiterten dem Unternehmen zufolge jedoch wegen der schwierigen Bedingungen auf den Finanzmärkten. Gesprochen über ein Zusammengehen hatte E-Plus unter anderem mit der deutschen Tochter des spanischen Konzerns Telefónica, O2. Telefónica allerdings ist hoch verschuldet und bereitet gerade den Börsengang von O2 vor.

In Lateinamerika ist América Móvil nach eigenen Angaben mit 246 Millionen Kunden in 18 Staaten der führende Mobilfunkanbieter. Konzernchef Slim ist der reichste Mann der Welt, sein Vermögen wird auf 69 Milliarden Dollar (rund 55 Milliarden Euro) geschätzt.

Von

afp

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