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23.07.2012

07:54 Uhr

An den Kinokassen

Batman ist nicht aufzuhalten

VonAstrid Dörner

Eine Zwickmühle für die Kino-Industrie: Wie zeigt man nach dem Amoklauf die nötige Sensibilität, ohne dabei Besucher zu verlieren? Experten jedenfalls sind zuversichtlich - sie glauben trotz der Tragödie an einen Erfolg.

Eine Filmszene aus „The Dark Knight Rises“: Schon die ersten Vorstellungen sollen rekordverdächtig gewesen sein. dapd

Eine Filmszene aus „The Dark Knight Rises“: Schon die ersten Vorstellungen sollen rekordverdächtig gewesen sein.

New YorkDer Amoklauf von Aurora bringt die Kinoindustrie in eine schwierige Lage. Einerseits müssen die Kinobetreiber und das Filmstudio Warner Brothers die nötige Sensibilität zeigen, andererseits wollen sie das große Interesse an dem neuen Batman-Film "The Dark Knight Rises" nicht unnötig schmälern. Branchenexperten trauen dem Film, der von Warner Brothers produziert wurde, trotz der Tragödie einen der erfolgreichsten Kinostarts aller Zeiten zu.

Nach vorläufigen Schätzungen haben sich die Kinobesucher in den USA am Wochenende nicht abschrecken lassen und sind in Scharen in die Kinos geströmt. Bereits die ersten Vorstellungen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag waren rekordverdächtig. Sie sollen 30,6 Millionen Dollar eingespielt haben, wie US-Medien berichteten. Das wäre der zweithöchste Umsatz aller Zeiten nach dem letzten Film aus der Harry-Potter-Serie, "Die Heiligtümer des Todes, Teil 2".

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Während einer Mitternachtsvorstellung von "The Dark Knight Rises" in einem Kino in Aurora im US-Bundesstaat Colorado hatte am frühen Freitagmorgen ein junger Mann um sich geschossen. Zwölf Menschen starben, 58 wurden verletzt.

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Die Filmindustrie reagierte mit einer Reihe von Vorsichtsmaßnahmen: Das zum Medienkonzern Time Warner gehörende Filmstudio Warner Brothers zog die Fernsehwerbung für den Batman-Streifen vorerst zurück. Eine hochkarätig besetzte Kinopremiere in Paris, die am Freitagabend stattfinden sollte, wurde abgesagt. Gleiches gilt für Premieren in dieser Woche in Tokio und Mexico City.

Kommentare (12)

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Rumpelstilzchen

23.07.2012, 08:51 Uhr

...und sie denken nur an das Geschäft...

kat7

23.07.2012, 09:12 Uhr

nicht trotz sondern weil, selbst wenn der Film mist wäre würden viele reinrennen einfach weil das SHooting während des Films begann, und sowas reizt halt entweder nachzuerleben, trauern etc je nach Mensch.

Account gelöscht!

23.07.2012, 09:29 Uhr

Die ganz hellen Köpfe könnten jetzt natürlich die Gunst der Stunde nutzen und fordern, dass Batman oder sogar das komplette Actionfilm-Genre verboten wird.

Das macht den gleichen Sinn wie die leidige Diskussion um die EGO-Shooter-Spiele.

Vielleicht kommt aber auch jemand, der bei klarem Verstand ist, nichts mit der Waffen-Lobby zu tun hat und sich 30 Sekunden zum Nachdenken nehmen möchte, auf die Idee, dass es vielleicht diese Kombo macht: frei zugängliche Waffen + Krankheit.

Es wird niemals aufhören...

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