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17.06.2012

12:28 Uhr

Anbieter auf Facebook

King.com will mobile Spiele-Konsole werden

King.com ist der zweitgrößte Spieleanbieter auf Facebook. Auch mobil sollen künftig alle Spiele abrufbar sein. Und das Unternehmen schmiedet noch größere Pläne: Im nächsten Jahr will es an die Börse gehen.

King.com arbeitet daran, dass seine Nutzer Spiele wie „Hoop de Loop“ auf allen mobilen Geräten spielen können. Reuters

King.com arbeitet daran, dass seine Nutzer Spiele wie „Hoop de Loop“ auf allen mobilen Geräten spielen können.

FrankfurtNach einem rasanten Wachstumskurs im vergangenen Jahr ist King.com nach Zynga zum zweitgrößten Spieleanbieter auf Facebook aufgestiegen. Für den Chef des britisch-schwedischen Unternehmens ist das Potenzial des sozialen Netzwerks noch lange nicht ausgeschöpft: „Ich sehe keine Anzeichen, dass Facebook einmal weniger bedeutsam sein könnte als heute“, sagt Riccardo Zacconi dem Handelsblatt. „Facebook steht im Kern unserer Entwicklungen, da das soziale Netzwerk alle drei Spielarten - also auf Computer, Tablet und Smartphone - miteinander verbindet.“

Seit neun Jahren entwickelt King.com Spiele, 150 kamen bereits zusammen. Im Frühjahr 2011 brachte das Unternehmen das erste Spiel auf Facebook - mit vollem Erfolg: „Bevor wir auf Facebook gestartet sind, wurden bei uns 300 Millionen Spiele im Monat gespielt. Heute sind es mehr als drei Milliarden Spiele“, sagt Zacconi. Die Zielgruppe auf Facebook sind Gelegenheitsspieler, vor allem Frauen. Zacconis erfolgreichstes Spiel ist Bubble Witch Saga, bei dem die Spieler mit drei Hexen einen zünftigen Zaubertrank brauen müssen.

Der aktuelle Trend ist, gemeinsam mit Freunden neben dem Computer auch auf Tablets und Smartphones zu spielen. Deshalb arbeitet King.com derzeit daran, seine Angebote an alle Geräte anzupassen und zu synchronisieren. „In den nächsten Monaten soll es möglich sein, dass ein Nutzer zu Hause am Computer anfängt zu spielen und dann unterwegs auf dem Smartphone weitermacht“, erklärt Zacconi.

Durch den Boom mobiler Geräte hofft der Manager auf weiteres Geschäft: „Das Unternehmen wächst gesund, seit Januar 2005 arbeiten wir profitabel.“ Zahlen nennt Zacconi nicht. Die Umsätze und Gewinne steigen seinen Angaben zufolge aber kontinuierlich weiter.

Für die Branche erwartet die internationale Handelsorganisation für Gelegenheitsspiele, die Casual Games Association (CGA), dass die weltweiten Umsätze bei Spielen in sozialen Netzwerken bis 2014 auf 8,64 Milliarden Dollar klettern werden. Zuletzt lagen sie bei knapp fünf Milliarden. Geld verdient King.com auf zwei Arten - mit Werbung und mit virtuellen Gütern in den Spielen. Zwar können die Nutzer alle Spiele kostenlos spielen. Sie können aber auch Komponenten zukaufen, die das Spielen erleichtern.

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