Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2017

14:12 Uhr

Angst vor Hacker-Angriffen

Google-Roboterwagen sind meistens offline

Google lässt seine Roboterwagen die meiste Zeit ohne Internet-Verbindung auf der Straße fahren. Zu sehr fürchtet sich der IT-Riese vor Angriffen von Hackern. Diese könnten die selbstfahrenden Autos kapern.

Google schickte schon 2009 selbstfahrende Autos auf die Straße. AFP; Files; Francois Guillot

Autonomes Fahren

Google schickte schon 2009 selbstfahrende Autos auf die Straße.

DetroitDie Google-Roboterwagen sind wegen der Angst von Hacker-Angriffen die meiste Zeit ohne eine Internet-Verbindung unterwegs. „Unsere Wagen kommunizieren mit der Außenwelt nur, wenn es nötig ist, so dass es keine permanente Verbindung ins Auto gibt, die gehackt werden kann“, sagte der zuständige Manager John Krafcik der „Financial Times“ (Dienstagausgabe).

„Wenn wir sagen, dass unsere Autos autonom sind, bedeutet das nicht nur, dass sie nicht von einem Menschen gefahren erden, sondern dass es auch keine ständige Cloud-Verbindung gibt“, betonte er. Krafcik ist Chef der Firma Waymo, in der die Google-Mutter Alphabet die Entwicklung von Roboterwagen-Technologie bündelte.

Alphabet-Pläne: Google greift ins Cockpit

Alphabet-Pläne

Premium Google greift ins Cockpit

Google-Mutter Alphabet will aus einem Projekt nun ein großes Geschäft machen: Die Experimente mit selbstfahrenden Autos packt der US-Konzern in eine neue Firma. Nach Jahren der Forschung soll jetzt Geld verdient werden.

Der Waymo-Ansatz unterscheidet sich von einigen anderen Zukunftsvisionen, in denen die Roboterwagen ständig mit dem Internet verbunden sind, um Daten zu erhalten sowie mit anderen Fahrzeugen und Infrastruktur am Straßenrand zu kommunizieren. Von der nächsten schnellen Datenfunk-Generation 5G wird auch erwartet, dass man mit ihr dank kurzer Reaktionszeiten Autos fernsteuern kann.

In den vergangenen Jahren waren Forschern einige aufsehenerregende Autohacks gelungen. So gelang es Experten 2015, die Kontrolle über einen Jeep durch eine Cyberattacke auf das Radiosystem zu übernehmen.

Pionier auf Erfolgskurs

Dieses Auto fährt wie durch Geisterhand

Pionier auf Erfolgskurs: Dieses Auto fährt wie durch Geisterhand

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Google schickte schon 2009 seine ersten selbstfahrenden Autos auf die Straße. Demnächst sollen die gemeinsam mit Fiat Chrysler mit Waymo-Technik ausgestatteten Minivans des Models Chrysler Pacifica getestet werden. Alphabet bietet seine Roboterwagen-Technologie der Autobranche an, bisher hielten sich andere Hersteller jedoch zurück. WayMo kündigte zuletzt an, eigene Sensoren für die Fahrzeuge zu produzieren, was die Kosten der Lösung senken soll.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×