Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.12.2011

17:06 Uhr

Anhörung

Manning schweigt in Wikileaks-Verfahren

Er soll geheime Dokumente kopiert und der Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt haben. Dafür droht dem US-Obergefreiten Bradley Manning womöglich lebenslange Haft. Trotzdem schweigt er zu den Vorwürfen beharrlich.

Bradley Manning (r.) wird zum Gerichtsgebäude in Fort Meade eskortiert. dapd

Bradley Manning (r.) wird zum Gerichtsgebäude in Fort Meade eskortiert.

Fort MeadeDer mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning will sich nicht persönlich zu der Anklage gegen ihn äußern. Der 24-Jährige lehnte am Mittwoch in seiner Anhörung vor einem Militärgericht in Fort Meade (Maryland) jegliche Möglichkeit zur Stellungnahme ab. Seine Anwälte nutzten dagegen die Chance, zwei eigene Zeugen zu befragen, um den US-Soldaten zu entlasten. Das Vorverfahren wird voraussichtlich an diesem Donnerstag nach sieben Tagen mit den Schlussplädoyers der Ankläger und Verteidiger enden.

Dem Obergefreiten wird vorgeworfen, während seiner Stationierung als Analyst der US-Armee im Irak Geheimdienstdokumente aus Computern gezogen und sie der Enthüllungsplattform zugespielt zu haben. Er befindet sich deswegen seit mehr als eineinhalb Jahren in Haft. Die Anhörung soll klären, ob die Beweise für die Eröffnung eines Militärprozesses ausreichen. In dem Falle droht Manning bei einer Verurteilung eine lebenslange Gefängnisstrafe. Es kann mehrere Wochen dauern, bis über die Fortsetzung des Verfahrens entschieden wird.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×