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30.08.2012

12:41 Uhr

Ankündigung auf der IFA

Telekom bringt mit Spotify Musik auf Smartphones

„Exklusive Partnerschaft“: Die Telekom will künftig mit dem Musikanbieter Spotify zusammenarbeiten. Kunden können dann einen neuen Tarif buchen, mit dem sie Musik von Spotify auf ihrem Smartphone hören können.

Nicht nur die Kooperation mit Spotify ist neu bei der Telekom, sondern auch der SMS-Nachfolgedienst „Joyn“. dpa

Nicht nur die Kooperation mit Spotify ist neu bei der Telekom, sondern auch der SMS-Nachfolgedienst „Joyn“.

BerlinDie Deutsche Telekom kooperiert mit dem Streamingdienst Spotify, um Musik auf das Smartphone zu bringen. Auf der Funkausstellung IFA kündigte der Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan van Damme, eine „exklusive Partnerschaft“ mit dem schwedischen Internet-Unternehmen an, das online einen Musikkatalog von rund 18 Millionen Titeln anbietet. Der Umsatz mit digitaler Musik sei im vergangenen Jahr in Deutschland um 21 Prozent auf rund 250 Millionen Euro gestiegen, sagte van Damme. Jeder vierte Deutsche könne sich vorstellen, für die Zukunft ein Musik-Abo abzuschließen.

Die wichtigsten Begriffe der IFA kurz erklärt:

Smart TV

Es geht um einen Fernseher mit Internet-Anschluss. Die Idee ist, dass der Zuschauer auf seinem Smart TV nahtlos zwischen TV-Sendungen und Online-Angeboten umschalten kann. Im vergangenen Jahr war auf der IFA eher von dem Format HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) oder Hybrid-TV die Rede, wenn es um das Verschmelzen von traditionellem Fernsehempfang und Online-Video ging. Die knappere Bezeichnung Smart TV hat sich aber durchgesetzt.

OLED

Es ist eine Display-Technik mit organischen Elementen, die große Vorteile gegenüber den heute dominierenden LCD-Bildschirmen bietet. Das Bild ist kontrastreicher, zudem sind OLED-Displays nur wenige Millimeter dünn. Das hat allerdings auch seinen Preis: Obwohl die Hersteller die Kosten in den vergangenen Jahren deutlich senken konnten, sind die ersten großen OLED-Fernseher in diesem Jahr vielfach teurer als LCD-Geräte.

CI+

Diese Technik wird immer häufiger für den Empfang digitaler Programme benötigt. Es ist eine Weiterentwicklung der weitverbreiteten „Common-Interface“-Schnittstelle - aber mit erheblichen Einschränkungen für die Zuschauer. So können die Anbieter verhindern, dass Sendungen aufgezeichnet werden oder den Zeitraum beschränken, in denen man sich die Aufnahmen ansehen kann.

HDMI

Die alten SCART-Kabel haben in Zeiten der Fernsehbilder in hoher Auflösung ausgedient. Wer seinen Blu-Ray-Player oder HD-Empfänger mit ordentlicher Qualität an den Flachbild-Fernseher anschließen will, kommt ohne HDMI (High-Definition Multimedia Interface) nicht aus. Dazu gehört auch der Kopierschutz HDCP.

Streaming

Internet-Inhalte wie Musik oder Filme werden beim Streaming (Strömen) nicht komplett auf eine Festplatte heruntergeladen, sondern direkt aus dem Netz abgespielt. Der Vorteil: Keine Ladezeiten. Der Nachteil: Man braucht eine schnelle und stabile Internet-Verbindung.

Für die Nutzung des Musik-Streamingdienstes bietet die Telekom einen neuen Komplett-Tarif für rund 30 Euro im Monat, in dem die Nutzung des Premium-Dienstes von Spotify nicht mit dem in den Mobilfunktarifen integrierten Datenvolumen verrechnet wird. Die Musik-Option, in der auch das Abo für Spotify selbst enthalten ist, kann auch für andere Tarife für rund 10 Euro im Monat dazugebucht werden. „Wir geben mit Spotify Musikstreaming in Deutschland ein Gesicht“, sagte van Damme.

Auch das hauseigene Internet-TV-Angebot der Telekom, Entertain, soll künftig von den Telekom-Kunden mobil genutzt werden können. Zunächst kann man die rund 40 Sender aus dem Entertain-Dienst auf dem PC, Laptop, Tablet oder Smartphone im drahtlosen Netzwerk (WLAN) anschauen. Später will die Telekom auch über ihr Mobilfunknetzwerk (UMTS oder LTE) „Entertain to go“ bereitstellen. Der Dienst kostet zusätzlich fünf Euro im Monat und wird „Ende des Jahres“ zur Verfügung stehen.

Mit dem Musik- und Video-Streaming droht nach Angaben der Telekom keine Überlastung der eigenen Mobilfunk-Netzwerke, da man ständig in den Ausbau der Netze investiere. Für das mobile Video-Angebot über Mobilfunk müsse noch der urheberrechtliche Rahmen geklärt werden, daher werde der Dienst zunächst für das heimische WLAN eingeführt.

Im Dezember startet die Telekom den SMS-Nachfolgedienst „Joyn“. Neben Textnachrichten können darüber auch Fotos, Videos und Dateien übertragen werden. Während eines normalen Telefongesprächs könne die Kamera des Smartphones auch für eine Live-Video-Übertrag zugeschaltet werden. Joyn funktioniert geräteunabhängig sowie in verschiedenen Mobilfunknetzen und soll ein neuer Industriestandard werde. Der Service konkurriert mit Diensten wie WhatsApp, Skype und FaceTime von Apple, die zum Teil kostenlos angeboten werden.

Für ihre Smartphone-Kunden führt die Telekom außerdem einen Tarif für die Nutzung des 4G-Mobilfunknetzes LTE ein. Für einen Aufschlag von knapp zehn Euro im Monat können die Nutzer eines LTE-fähigen Geräts wie dem HTC One XL oder Samsung S3 LTE mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde online sein. Bis zum Jahresende werde die Telekom 100 Städte an das LTE-Netz anschließen.

Von

dpa

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