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03.08.2012

02:29 Uhr

Anti-Facebook

LinkedIn macht „Social“ zu Millionen

Nur ein Bruchteil der Nutzer, aber ein Vielfaches an Erfolg: Das Businessnetzwerk LinkedIn hat die Erwartungen der Wall Street am Donnerstag übertroffen. Ganz im Gegensatz zum populäreren Netzwerk Facebook.

Sonnige Zeiten für LinkedIn. Hier das Logo vor dem Hauptquartier in Mountain View, Kalifornien. dapd

Sonnige Zeiten für LinkedIn. Hier das Logo vor dem Hauptquartier in Mountain View, Kalifornien.

New YorkDas Karrierenetzwerk LinkedIn hat nach einem Umsatzsprung von 89 Prozent im zweiten Quartal seine Jahresprognose erhöht. Das Unternehmen aus Mountain View in Kalifornien rechnet nach Angaben vom Donnerstag nun mit Erlösen zwischen 915 und 925 Millionen Dollar. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz auf 228 Millionen Dollar. Der Gewinn lag bei 2,8 Millionen Dollar nach 4,5 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Der Gewinn fiel allerdings um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,8 Millionen Dollar, wie LinkedIn am Donnerstag mitteilte. Das lag unter anderem an Aktien, die Mitarbeiter bekommen hatten.

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Diesen kleinen Schönheitsfehler verziehen die Anleger dem Unternehmen jedoch. Insgesamt schnitt LinkedIn besser ab, als Analysten erwartet hatten. Nachbörslich schoss die Aktie um 5 Prozent auf 98 Dollar hoch. Beim Börsengang vor einem guten Jahr hatte LinkedIn die Papiere zu 45 Dollar das Stück ausgegeben. Schon am ersten Tag war die Aktie durch die Decke gegangen.

Was ein Unterschied zu Facebook: Die im Mai zu 38 Dollar ausgegebenen Aktien fielen im Laufe des Donnerstagshandels erstmals unter 20 Dollar. Am Ende des Tages gingen sie mit 20,04 Dollar aus dem Handel, ein Verlust von 4 Prozent zum Vortrag. Das bedeutet: Ein Anleger der ersten Stunde hat inzwischen fast die Hälfte seines Einsatzes verloren.

LinkedIn hat 175 Millionen Nutzer weltweit, die hier ihre beruflichen Kontakte pflegen. Bei Facebook sind es 955 Millionen Nutzer, die Kontakt zu ihren Freunden und Bekannten halten. Während Facebook sein Geld vor allem mit Werbeanzeigen und Onlinespielen verdient, ist LinkedIn breiter aufgestellt mit Stellananzeigen, Werbung und Premiummitgliedschaften. Einer der größten Konkurrenten ist das deutsche Xing.

Von

dpa

Kommentare (1)

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jf_woll

03.08.2012, 13:10 Uhr

Was wird denn da gefeiert?
LinkedIn hat 2,8 Mio Dollar Gewinn bei 925 Mio Dollar Umsatz in Q2.
XING hat in Q1 fast das gleiche Konzernergebnis bei nur 17,7 Mio. Euro Umsatz. Das nenne ich effizient!

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