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02.11.2012

07:14 Uhr

Anti-Facebook

Online-Netzwerk LinkedIn wächst rasant

Linkedin ist so eine Art Anti-Facebook: Das Karriere-Netzwerk ist zwar viel kleiner als der Branchenprimus, bereitet seinen Anlegern aber jede Menge Freude. Es wächst schneller als erwartet und wirft schwarze Zahlen ab.

Sonnige Aussichten: LinkedIn wächst schneller als erwartet. dapd

Sonnige Aussichten: LinkedIn wächst schneller als erwartet.

Mountain ViewDer Umsatz des Karriere-Netzwerks Linkedin sprang im dritten Quartal im Jahresvergleich um 81 Prozent auf 252 Millionen Dollar hoch. Statt eines Verlusts von 1,6 Millionen Dollar kam ein Gewinn von 2,3 Millionen Dollar heraus, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte.

Linkedin, ein vor allem auf Geschäftskontakte und Personalsuche ausgelegtes Online-Netzwerk, legt damit schneller zu als von Analysten und dem Management gedacht. Nachbörslich stieg die Aktie um 8 Prozent auf 115 Dollar. Beim Börsengang im vergangenen Jahr hatte das Papier noch 45 Dollar gekostet. Schon am ersten Tag war die Aktie durch die Decke gegangen. Beim weltgrößten Online-Netzwerk Facebook fiel das Papier hingegen wie ein Stein von ursprünglich 38 auf zuletzt gut 21 Dollar.

Linkedin hat zwar weit weniger Nutzer als Facebook. Zuletzt stand es 187 Millionen zu 1 Milliarde. Doch bei Linkedin geht es um berufliche Kontaktanbahnungen, während bei Facebook Freunde und Familie im Fokus stehen. Linkedin hat dadurch mehr lukrative Einnahmequellen. So erhebt das Unternehmen Gebühren für Premium-Mitgliedschaften oder hilft Firmen bei der Personalsuche. Facebook verdient sein Geld vor allem mit Werbeanzeigen.

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Vor Facebook gab es viele andere: GeoCities, Friendster oder MySpace. Heute sind diese Netzwerke so gut wie bedeutungslos. Sie wurden von der nächsten Generation überrollt. Viel Umsatz machte keines der Unternehmen.

Einer der größten Konkurrenten von Linkedin ist das deutsche Netzwerk Xing. Zeitweise war spekuliert worden, LinkedIn könnte einen Übernahmeversuch starten. Doch im Oktober schlug stattdessen die Verlagsgruppe Burda zu und unterbreitete den Xing-Aktionären ein Angebot. Burda ist bereits Hauptanteilseigner.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Axel

02.11.2012, 08:27 Uhr

Immer wieder schön, wenn einer großen deutschen Tageszeitung neue sprachreduzierte Formulierungen einfallen. LinkedIn wächst rasant... und nein, wirft nicht etwa als Unternehmen Gewinne ab oder schreibt schwarze Zahlen, sondern es wirft laut Handelsblatt schwarze Zahlen ab.

Machst Du Dir keinen Kopf, eh!

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