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03.11.2011

10:06 Uhr

AOL expandiert

Deutsche Ausgabe der „Huffington Post“ kommt

VonBernd Kupilas, Hans-Peter Siebenhaar

Der US-Konzern AOL drängt mit einer deutschen Ausgabe der kostenlosen Nachrichten-Website „Huffington Post“ auf den hiesigen Zeitungsmarkt. Das könnte es den Verlagen erschweren, Bezahlmodelle im Netz durchzusetzen.

Homepage der Huffington Post: Ableger gibt es bereits in Kanada und Großbritannien. Bloomberg

Homepage der Huffington Post: Ableger gibt es bereits in Kanada und Großbritannien.

DüsseldorfDie in den USA erfolgreiche Nachrichten- und Meinungswebsite „Huffington Post“ greift den deutschen Zeitungsmarkt an. Die Tochter des börsennotierten Internetkonzerns AOL plant den Start einer deutschen Ausgabe in den nächsten sechs Monaten. Das sagte Jimmy Maymann, Manager bei AOL Huffington Post Media, dem Hamburger Onlinemediendienst „Meedia“ auf Burdas Digitalkonferenz DLD in Tel Aviv.

Die „Huffington Post“ („HuffPo“) sucht für ihre Expansion einen deutschen Partner. In der Medienbranche kursierten am Mittwoch Spekulationen, dass der Medienkonzern Burda („Focus“, „Bunte“) der ideale Partner sei. Das Familienunternehmen besitzt das börsennotierte Internetunternehmen Tomorrow Focus, das eine werbefinanzierte Onlinezeitung wie die Huffington Post vermarkten könnte. Burda wollte die Gerüchte am Mittwoch auf Anfrage nicht kommentieren.

Die Expansion nach Deutschland kommt nicht überraschend. Zuletzt gründete die „Huffington Post“ Ableger in Kanada und in Großbritannien. Demnächst soll auch eine französische Website ins Netz gehen. Die Auslandsexpansion ist zentraler Teil der Wachstumsstrategie der krisengeschüttelten Konzernmutter AOL.

Huffington-Post-Gründerin Arianna Huffington hatte ihre Website Anfang des Jahres für stolze 315 Millionen Dollar an den schlingernden Onlinedienst AOL, eine frühere Tochter des Medienkonzerns Time Warner, verkauft. AOL lebte in den USA bislang von dem Geschäft mit Internetzugängen – das allerdings dramatisch schrumpft. Bereits vor Jahren musste sich AOL wegen Erfolglosigkeit aus Deutschland zurückziehen. Nun nimmt AOL mit einer neuen Strategie einen weiteren Anlauf. Konzernchef Tim Armstrong will künftig Geld verdienen, indem er Leser für Inhalte im Netz findet und so Werbung verkaufen kann.

Kommentare (1)

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DvH

03.11.2011, 10:53 Uhr

ihr stellt huffington post als seriöses nachrichten-medium dar. meines wissens ist das eher der prototyp einer 'content-farm', die aus einem 2. aufguß von nachrichten aus anderen quellen suchmaschinen-treffer erzeugen, um damit werbe-fläche zu verkaufen.
recherchiert das mal genauer...

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