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14.02.2017

09:49 Uhr

Apple auf Allzeithoch

iPhone 8 sorgt für Euphoriewelle

VonNils Jacobsen
Quelle:Meedia.de

Apples Jubiläums-Smartphone wirft seine Schatten voraus: Analysten spekulieren, dass das iPhone 8 mit innovativen Funktionen wie Augmented Reality glänzen wird. Die Börse feiert Konzernchef Tim Cook schon jetzt.

Der Apple-Chef hat derzeit wieder gut lachen. Reuters, Sascha Rheker

Tim Cook

Der Apple-Chef hat derzeit wieder gut lachen.

Apples Traumlauf an der Wall Street geht weiter. Seit der iKonzern vor knapp zwei Wochen seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt hat, kennen die Anteilsscheine kein Halten mehr.
Zehn Prozent in neun Handelstagen hat die Apple-Aktie zugelegt, dabei enorme 65 Milliarden Dollar an Börsenwert hinzugewonnen und bringt es nun bereits auf eine Marktkapitalisierung von wieder 700 Milliarden Dollar. Bei 133,29 Dollar notierte Apple zudem auf Schlusskursbasis erstmals seit zwei Jahren wieder auf neuen Allzeithochs.

Ausgelöst haben den neuerlichen Kursschub neue Analysteneinschätzungen: So bekräftigte die Schweizer Bank UBS vor allem wegen des Potenzials der Servicesparte iTunes ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 138 Dollar. Die Branchenkollegen von Goldman Sachs gehen noch weiter und sehen nun sogar Kurspotenzial bis 150 Dollar (Hochstufung von 133 Dollar).

Die iPhone-Evolution

Von Modell zu Modell

Das erste iPhone im Jahr 2007 hat den Vormarsch der Smartphones angestoßen und nicht nur die Mobilfunk-Industrie umgekrempelt. Ein Überblick über die Entwicklung der Geräte von Modell zu Modell:

Das erste iPhone

Für das Jahr 2007 waren der große Touchscreen ganz ohne Tastatur und die Bedienung per Finger ein radikales Konzept, das die Smartphone-Revolution entscheidend anschob. Dabei verzichtete Apple bei der ersten Version sogar auf den schnellen UMTS-Datenfunk. (Quelle: dpa)

iPhone 3G

Ein iPhone 2 gab es nie – stattdessen kam im Sommer 2008 das iPhone 3G, was auf die Unterstützung des 3G-Standards UMTS hinwies. Das Aluminium-Gehäuse wurde durch eine Plastik-Schale ersetzt. Mit dem App Store öffnete Apple die Plattform für Programme verschiedener Entwickler.

iPhone 3GS

Mit dem Modell des Jahres 2009 führte Apple sein „Tick-Tock“-Prinzip ein, bei dem die iPhones alle zwei Jahre radikal erneuert werden und es zwischendurch ein „S“-Modell im unveränderten Design, aber mit aufgerüstetem Innenleben gibt. Das 3GS bekam eine bessere Kamera und einen schnelleren Chip.

iPhone 4

Das letzte Modell, das Gründer Steve Jobs noch selbst vorstellte. Das kantige Design des iPhone 4 mit einer gläsernen Rückwand war 2010 aufsehenerregend, zugleich häuften sich zunächst Berichte über Empfangsprobleme mit der Antenne am Außenrand.

iPhone 4S

Apple ließ sich 15 Monate Zeit bis Oktober 2011 mit einer Aktualisierung. Zu den Neuerungen gehörte neben technischen Verbesserungen die Sprachassistentin Siri.

iPhone 5

Während die Smartphones der Wettbewerber immer größer wurden, erweiterte Apple 2012 zunächst vorsichtig die Bildschirm-Diagonale von 3,5 auf 4 Zoll. Zugleich wurde das Gerät deutlich dünner gemacht und bekam wieder eine Aluminium-Hülle.

iPhone5S

Die wichtigste Neuerung im Herbst 2013 war der Fingerabdruck-Sensor zum Entsperren der Telefone. Zudem entwickelte Apple unter anderem die Kamera weiter.

iPhone 6

Erstmals entschied sich Apple 2014 für zwei neue Modelle mit deutlich größeren Bildschirmen mit Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll. Der Schritt löste einen Absatzsprung aus, Apple kam monatelang der Nachfrage nicht hinterher. Die Geräte wurden abermals dünner.

iPhone 6S

Gleiches Gehäuse, bessere Technik – das reichte im Weihnachtsquartal 2015 knapp für den nächsten Absatzrekord von knapp 74,8 Millionen verkauften iPhones.

iPhone 7

Zum ersten Mal geht Apple ins dritte Jahr mit einem weitgehend unveränderten äußeren Design. Aber Apple verzichtete unter anderem auf die klassische Ohrhörer-Buchse zugunsten des digitalen „Lightning“-Anschlusses.

Der Grund: Analystin Simona Jankowski sieht weiteres Aufwärtspotenzial bei den iPhone-Verkäufen. So rechnet Jankowski im laufenden Geschäftsjahr mit 230 Millionen verkauften Geräten und 2018 – angetrieben vom iPhone 8-Zyklus – gar mit einem neuen Rekordwert von 236 Millionen Einheiten.

Die Goldman Sachs-Analystin rechnet damit, dass Apple beim iPhone 8 mit einem neuen innovativen Feature aufwarten könnte, über das bislang eher verhalten spekuliert wurde – Augmented Reality. Nach Indikationen aus der Zuliefererkette will Jankowski erfahren haben, dass der Einsatz eines 3D-Sensors im iPhone 8 „deutlich wahrscheinlicher“ geworden wären, was auf einen Einsatz von Augmented Reality-Elementen hindeute.

Warten auf das iPhone: Rekordhoch für Apple-Aktien

Warten auf das iPhone

Rekordhoch für Apple-Aktien

So hoch waren die Apple-Aktien noch nie: Zum Handelsschluss am Montag standen die Anteilsscheine bei 133,29 Dollar. Investoren hoffen auf das zehnjährige Jubiläum des erfolgreichen iPhones in diesem Jahr.

Vor drei Wochen hatte erstmals Timothy Arcuri von der Investmentbank Cohen auf den Einsatz von Augmented Reality beim Jubiläums-iPhone hingewiesen. So erklärte Arcuri, dass das iPhone 8 mit einem Lasersensor für Gesichts- und Gestenerkennung ausgeliefert werde, der mutmaßlich vom 2013 übernommenen Start-up Primesense geliefert werden dürfte.

Der Lasersensor könnte dann die Brücke zu Apples Augmented Reality-Ambitionen schlagen, die Tim Cook in der Vergangenheit immer wieder angedeutet hatte. „Es gibt Virtual Reality und Augmented Reality – beide sind extrem interessant, aber Augmented Reality dürfte weitaus wichtiger werden“, hatte Apples Konzernchef im vergangenen September im Gespräch mit dem Fernsehsender ABC erklärt.

„Augmented Reality gibt uns die Möglichkeit, real nebeneinander zu sitzen und noch etwas anderes zu sehen. Vielleicht ist das etwas, worüber wir gerade sprechen, vielleicht ist es aber auch jemand anderes, der gerade nicht hier ist“, erklärte Cook.

Kommentare (1)

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Frau Annette Bollmohr

14.02.2017, 15:40 Uhr

„Augmented Reality gibt uns die Möglichkeit, real nebeneinander zu sitzen und noch etwas anderes zu sehen. Vielleicht ist das etwas, worüber wir gerade sprechen, vielleicht ist es aber auch jemand anderes, der gerade nicht hier ist“, ..."

Das hört sich tatsächlich extrem interessant an, aber: Wie funktioniert das, und vor allem: wozu genau soll das gut sein?

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