Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2015

07:04 Uhr

Apple

Der unglaubliche Geldregen des Tim Cook

VonAxel Postinett

Apple sprengt alle Dimensionen: Noch nie hat ein Unternehmen in einem Quartal so viel verdient wie der Smartphone-Hersteller. Und die Aussichten sind weiter gut. Doch alles hängt am iPhone.

Absolute Vormachtstellung

Apple zieht davon

Absolute Vormachtstellung: Apple zieht davon

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

San FranciscoSo viel hat noch niemals ein Unternehmen in einem Quartal verdient. Mit einem Nettoertrag von 18 Milliarden Dollar (15,9 Milliarden Euro) im Weihnachtsquartal 2014 sprengt Apple alle Dimensionen. Das ist vor allem für die Aktionäre ein Grund zur Freude. Im April, so Apple, am Dienstag bei Vorlage der Quartalszahlen, werde man das laufende Ausschüttungsprogramm „überdenken“. Mit anderen Worten, mehr Aktienrückkäufe und Dividenden sind in Sicht. Der Kurs stieg nachbörslich um bis zu fünf Prozent.

Lange hatte sich Apple geweigert, irgendetwas von seinen Notgroschen abzugeben. Erst 2013 brachte massiver Druck von Aktionärsaktivisten und ein kollabierender Aktienkurs Vorstandschef Tim Cook zum Einlenken. Zunächst versprach er zögerlich, 45 Milliarden Dollar auszuschütten, was nur Gelächter hervorrief. Am Ende gab es einen Aktiensplitt 7:1 und ein Aktienrückkauf- und Dividendenprogramm von 130 Milliarden Dollar bis Ende 2015. Doch das Finanzpolster hat jetzt mit 178 Milliarden Dollar ein neues Rekordniveau erreicht, obwohl es eigentlich längt sinken sollte. Doch der Umsatz stieg – um 30 Prozent auf 74,6 Milliarden Dollar.

Selbst für das laufende Quartal wird, verglichen mit dem Vorjahr, wieder mit einem Umsatzplus auf 52 bis 55 Milliarden Dollar gerechnet, ungeachtet eines starken Gegenwinds vom Devisenmarkt. 65 Prozent des Umsatzes kommt aus dem Ausland. Doch Apple-Kunden stehen in Treue fest.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus

Die sichtbarste Neuerung bei der jüngsten iPhone-Generation sind die Maße: iPhone 6 und iPhone 6 Plus sind mit 4,7 bzw. 5,5 Zoll deutlich größer als die Vorgänger. Damit reagiert Apple auf den Boom der Phablets, also der übergroßen Smartphones. Die Geräte unterstützen den Bezahldienst Apple Pay, der über den Nahfunkstandard NFC Daten überträgt.

Die Kultfirma aus Cupertino scheint immun gegen alle Rückschläge. Das mächtige Nokia ist gestürzt, Microsoft bekommt mit seinen Lumias keinen Fuß auf den Boden, Samsung verliert Marktanteile. Nur Apple brummt: Selbst in China hat laut Marktforscher Canalys Apple die Koreaner als Nummer eins im Smartphonemarkt entthront. Analysten waren sicher, ohne ein preiswertes iPhone werde das in China nie gelingen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Es wurde erreicht mit dem iPhone 6 und einem durchschnittlichen Preis pro Stück von fast 700 Dollar.

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr M. M.

28.01.2015, 09:50 Uhr

Ja,so wird Geld verdient.Von armen Menschen produzieren lassen und es an Reiche verkaufen und dem Staat auch noch ein Schnippchen schlagen und satt Steuern "vermeiden".
Wer sich fragt,wie das kommt,dass die Reichen kontinuierlich reicher werden und die Armen ärmer,der findet in Firmen wie Apple die Antwort.

Herr Fritz Porters

28.01.2015, 10:09 Uhr

Stimmt genau, Proletarier aller Länder vereinigt euch, die rote Fahne raus und dann wird marschiert...Kapitalismus ist ein Übel ..zwo, drei, vier... sorry, muss jetzt los, habe einen Anruf auf dem Iphone, bin mit meinen neuen Nike zum joggen im Park verabredet :-)

Herr Ciller Gurcae

28.01.2015, 10:23 Uhr

Das iPhone 9 wird von Robotern zusammengebaut und das iPhone 19 kommt aus'm 3D-Drucker.

Ihre armen Menschen werden sich andere Arbeit suchen müssen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×