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15.12.2015

10:39 Uhr

Apple droht der Rückschlag

Hat das iPhone den Zenit überschritten?

VonNils Jacobsen
Quelle:Meedia.de

Eine Staranalystin von Morgan Stanley senkt den Daumen über Apple. Erstmals seit der Einführung des iPhones sollen die Absätze 2016 zurückgehen, sagt Katy Huberty und streicht das Kursziel des iKonzerns zusammen.

Eine Analystin sagt einen Absatzeinbruch des Apple-Smartphones voraus. Reuters

iPhone 6 Plus

Eine Analystin sagt einen Absatzeinbruch des Apple-Smartphones voraus.

Der Ausblick verfinstert sich weiter. Dass Apple trotz des erfolgreichsten Geschäftsjahres in der Wirtschaftsgeschichte und einer gigantischen Kurspflege-Aktion in Form von Aktienrückkäufen über fast 50 Milliarden Dollar an der Wall Street praktisch unverändert auf dem Startniveau vom Januar verharrt, sagt viel über das gestörte Verhältnis der Wall Street zu Apple-CEO Tim Cook.

Anleger misstrauen dem 55-Jährigen, der Apple inzwischen bereits im fünften Jahr führt, zunehmend. Tatsächlich unterstellt die Wall Street in gesteigertem Maße, dass der noch wertvollste Konzern der Welt seinen Zenit erreicht oder gar schon überschritten hat. Seit Monaten warnen Analysten vor dem Gipfel-Szenario, das sich seit Jahren ankündigt: Das Wachstum des iKonzerns scheint ausgereizt.

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Die Sorge um den Abschwung adressierte am Montag nun auch ausgerechnet eine der einst der größten Befürworterinnen des iKonzerns: Morgan Stanley-Analystin Katy Huberty. Die Top-Analystin bereitete Bankkunden, die in Apple investiert sind, auf Ungemach im kommenden Jahr vor.

Der Grund: Die mit Abstand wichtigste Produktsparte steht nach neun Jahren vor dem Abschwung. Nicht weniger als eine Zeitenwende sagt Huberty dem iPhone voraus: Erstmals seit der Einführung 2007 wird Apples Kultsmartphone weniger Käufer anlocken, rechnet Huberty gegenüber Bankkunden vor.

Hubertys Prognose ist bislang die kälteste Dusche, die Apple-Aktionäre in den vergangenen Monaten einstecken mussten: Um enorme 29 Millionen iPhones nimmt Huberty ihre Prognose für das Fiskaljahr von 247 auf 218 Millionen in 2016 zurück.

Im Fiskaljahr 2014/15 setzte Apple noch 231 Millionen Einheiten ab. Huberty sagt damit nicht weniger als das erste iPhone-Negativwachstum voraus: Um gleich 6 Prozent geht es nach Meinung der Top-Analystin bei den Absätzen von Apples mit Abstand wichtigster Konzernsparte nach unten.

Kommentare (7)

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Herr Peter Westermann

15.12.2015, 11:14 Uhr

Habe mir diesen überteuerten markengebundenen Kram nie gekauft.

[...]

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Manfred Richter

15.12.2015, 11:20 Uhr

Klare Antwort: JA !
Und das war auch absehbar. Apple lebt vom Image, von dem Außergewöhnlichem, Leichtem ... und all das ist im Verschwinden begriffen. Auch iPhones sind Massenware, weil massenweise unter die Leute gebracht - es ist heute nichts besonderes mehr, ein iPhone zu besitzen. Außergewöhnlich ist es ohnehin nicht mehr, man fällt damit weder besonders auf noch ist die Qualität. außergewöhnlich - dazu gibt es genügend andere 'außergewöhnliche' Smartphones anderer Marken.
Seit dem Tod von Jobs hat sich auch nichts wirklich Bemerkenswertes im Hause Apple getan, die AppleWatch scheint ein flop, nur noch etwas für absolute Apfel-Freeks. Man wird versuchen, den Absatz aller Geräte zu verstetigen und für eine neue Wachstumsphase muss etwas NEUES von Apple kommen - sie haben es doch in der Vergangenheit gezeigt wie's geht!

Herr Manfred Richter

15.12.2015, 11:22 Uhr

@Herr Peter Westermann
Frau Merkel hat kein iPhone, sondern ein Blackberry.

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