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12.09.2017

21:56 Uhr

Apple-Keynote

iPhone X – das Jubiläumsgerät

VonBritta Weddeling

Apple hat pünktlich vor dem anstehenden Weihnachtsgeschäft sein neues iPhone vorgestellt. Das sogenannte iPhone X hat ein größeres Display. Der Fingerabdruck-Scanner wurde durch Gesichtserkennung abgelöst.

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Apple präsentiert Neuheiten: Das kann das neue Super-iPhone

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CupertinoZehn Jahre nach dem ersten iPhone hat Apple pünktlich zum Weihnachtsgeschäft sein mit Spannung erwartetes Jubiläumsgerät vorgestellt. Das iPhone X wird in Deutschland 1149 Euro (64 GB) und 1319 Euro (256 GB) kosten und in den Farben Space Grau und Silber erhältlich sein. Es kommt allerdings mit Verspätung in den Handel. Fans können es erst ab dem 27. Oktober vorbestellen und ab dem 3. November 2017 abholen.

Neben dem Premium-Modell wurden bei der Keynote zwei weitere iPhone-Modelle vorgestellt: das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus. In Deutschland wird das iPhone 8 mit einem Speicher von 64 GB für 799 Euro und mit 256 GB für 969 Euro in den Farben Space Grau, Silber und Gold zu haben sein. Für das iPhone 8 Plus mit einem Speicherplatz von 64 GB verlangt der Hersteller 909 Euro, für 256 GB dann 1079 Euro, ebenfalls in den Farben Space Grau, Silber und Gold. Bestellt werden können die Geräte ab dem 15. September. In den Läden werden sie ab dem 22. September liegen.

Die iPhone-Evolution

Von Modell zu Modell

Das erste iPhone im Jahr 2007 hat den Vormarsch der Smartphones angestoßen und nicht nur die Mobilfunk-Industrie umgekrempelt. Ein Überblick über die Entwicklung der Geräte von Modell zu Modell:

Das erste iPhone

Für das Jahr 2007 waren der große Touchscreen ganz ohne Tastatur und die Bedienung per Finger ein radikales Konzept, das die Smartphone-Revolution entscheidend anschob. Dabei verzichtete Apple bei der ersten Version sogar auf den schnellen UMTS-Datenfunk. (Quelle: dpa)

iPhone 3G

Ein iPhone 2 gab es nie – stattdessen kam im Sommer 2008 das iPhone 3G, was auf die Unterstützung des 3G-Standards UMTS hinwies. Das Aluminium-Gehäuse wurde durch eine Plastik-Schale ersetzt. Mit dem App Store öffnete Apple die Plattform für Programme verschiedener Entwickler.

iPhone 3GS

Mit dem Modell des Jahres 2009 führte Apple sein „Tick-Tock“-Prinzip ein, bei dem die iPhones alle zwei Jahre radikal erneuert werden und es zwischendurch ein „S“-Modell im unveränderten Design, aber mit aufgerüstetem Innenleben gibt. Das 3GS bekam eine bessere Kamera und einen schnelleren Chip.

iPhone 4

Das letzte Modell, das Gründer Steve Jobs noch selbst vorstellte. Das kantige Design des iPhone 4 mit einer gläsernen Rückwand war 2010 aufsehenerregend, zugleich häuften sich zunächst Berichte über Empfangsprobleme mit der Antenne am Außenrand.

iPhone 4S

Apple ließ sich 15 Monate Zeit bis Oktober 2011 mit einer Aktualisierung. Zu den Neuerungen gehörte neben technischen Verbesserungen die Sprachassistentin Siri.

iPhone 5

Während die Smartphones der Wettbewerber immer größer wurden, erweiterte Apple 2012 zunächst vorsichtig die Bildschirm-Diagonale von 3,5 auf 4 Zoll. Zugleich wurde das Gerät deutlich dünner gemacht und bekam wieder eine Aluminium-Hülle.

iPhone5S

Die wichtigste Neuerung im Herbst 2013 war der Fingerabdruck-Sensor zum Entsperren der Telefone. Zudem entwickelte Apple unter anderem die Kamera weiter.

iPhone 6

Erstmals entschied sich Apple 2014 für zwei neue Modelle mit deutlich größeren Bildschirmen mit Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll. Der Schritt löste einen Absatzsprung aus, Apple kam monatelang der Nachfrage nicht hinterher. Die Geräte wurden abermals dünner.

iPhone 6S

Gleiches Gehäuse, bessere Technik – das reichte im Weihnachtsquartal 2015 knapp für den nächsten Absatzrekord von knapp 74,8 Millionen verkauften iPhones.

iPhone 7

Zum ersten Mal geht Apple ins dritte Jahr mit einem weitgehend unveränderten äußeren Design. Aber Apple verzichtete unter anderem auf die klassische Ohrhörer-Buchse zugunsten des digitalen „Lightning“-Anschlusses.

„Die Zukunft des Smartphones“, nennt Apple-Chef Tim Cook bei der Keynote die neuen Modelle. Sie sollen die nächste Dekade des Konzerns einläuten. Die Präsentation, die erstmals im neuen Apple-Hauptquartier Apple Park stattfindet, fällt in das große Apple-Jubiläumsjahr. Vor zehn Jahren erblickte das erste Kultobjekt aus Cupertino das Licht der Welt. Damals lag es noch in der Hand des legendären Gründers Steve Jobs.

Die Einführungszeremonie des neuen Premium-Produkts inszeniert Apple so magisch wie zeichenhaft. Der Hersteller lädt die etwa 1000 Gäste der Keynote in ein Gebäude, das noch an Cooks legendären Vorgänger erinnert: das Steve Jobs Theatre. Zu Beginn der Keynote steht Tim Cook unter einem riesigen eingeblendeten Bild seines Vorgängers. „Steve sollte dieses Theater eröffnen“, sagt der Apple-Chef sichtlich bewegt. „Seine Leidenschaft wird hier weiterleben.“

An den glorreichen Moment, mit dem der Aufstieg von Apple zum wertvollsten Unternehmen der Welt begann, soll das iPhone X anschließen. Dazu rüstet der Hersteller die neue iPhone-Generation mit zahlreichen technischen Neuerungen aus.

Das iPhone X erhält einen 5,8 Zoll großen Bildschirm mit Retina-Display, der bis an die Kanten des Geräts reicht. Der Touchscreen besteht aus den superhellen Leuchtdioden OLED, für die Apple laut einer Berechnung von KGI Securities etwa doppelt so viel zahlen muss wie für seine bisherige LCD-Technologie – die aber mehr Schärfe, bessere Farben und einen geringeren Energieverbrauch verspricht. Auf dem Rand lässt der Hersteller nur Platz für Kamera und andere Sensoren. Der Akku des neuen iPhone X soll zwei Stunden länger halten als der des iPhone 7.

Die auffälligste technische Neuerung: die neue Gesichtserkennung „FaceID“. Das Verfahren ersetzt künftig den Home-Button. Kunden sollen das iPhone X mit einem Blick entsperren können oder mit Apples Bezahlservice Apple Pay bezahlen und Inhalte bei iTunes oder im App Store erwerben. Die technischen Voraussetzungen für „FaceID“ schafft Apple mithilfe von vier Sensoren an der Vorderseite des Telefons.

Dazu zählt ein Infrarotsender, der Gesichtsformen aufzeichnet und mithilfe der Tiefeneffekt-Kamera und dahinterliegender Algorithmen zu einem Bild zusammensetzt. Ein weiterer Sensor schätzt die Lichtverhältnisse ein und stellt sicher, dass das iPhone X auch im Schatten oder bei strahlender Sonne funktioniert. „Die FaceID lernt, wer du bist und wie du dich veränderst“, sagt Marketing-Chef Eddy Cue.

Um die Technologie auf sich selbst anzupassen, müssen Nutzer ihr Gesicht vor den Bildschirm des iPhones halten und es hin und her bewegen. Wie gut das in der Praxis klappt, muss sich zeigen. Samsung baute ein ähnliches Verfahren namens „Face Unlock“ in das neue Galaxy Note 8 ein, hält das Verfahren jedoch für weniger sicher als eine PIN.

Mobilfunk-Anschluss: Apple Watch wird unabhängiger vom iPhone

Mobilfunk-Anschluss

Apple Watch wird unabhängiger vom iPhone

Die Computer-Uhr von Apple bekommt einen Mobilfunk-Anschluss. Damit wird die Apple Watch unabhängiger vom iPhone. Dabei soll man auch auf der Uhr unter der Telefonnummer des Handys erreichbar sein.

„Alle Analysen werden auf dem iPhone gemacht und nicht in die Cloud gesendet, das ist sicher“, versichert dagegen Cue. Es sei sehr schwer, die Technologie auszutricksen. Die Chance, dass ein anderer Nutzer das iPhone entsperre, liege bei eins zu einer Million. Die neue „FaceID“-Technologie nutzt Apple auch für kleine Spielereien, wie die „Animojis“ – bewegte Emojis mit lustigen Tieroptiken, die Nutzer an ihr Gesicht anpassen und über iMessage mit Freunden teilen können.

Besitzer von iPhone X und iPhone 8 mit einer Bildschirmgröße von 4,7 Zoll sowie iPhone 8 Plus (5,5 Zoll) können ihr Gerät künftig auch kabellos aufladen. Dazu nutzt Apple einen Technologie-Standard namens Qi. Das chinesische Wort steht für „Lebensenergie“. Hier wird Strom auf kurze räumliche Distanz hin übertragen. Apple bietet für das eigene Verfahren unter dem Namen „Air Power“ ein weißes Kissen an, auf das Nutzer alle Geräte legen und parallel aufladen können, ohne sie irgendwo einstöpseln zu müssen. Es soll nächstes Jahr verfügbar sein.

Um das Erlebnis der Apple-Fans weiter zu verbessern, rüstet der Hersteller seine Telefone mit neuen Chips aus. In iPhone 8 und iPhone 8 Plus erhöht ein Chip namens A11 Bionic die Leistung des Geräts um 25 Prozent, Grafiken werden 30 Prozent schneller verrechnet, was wichtig für künstliche Intelligenz und die Zukunftstechnologie Augmented Reality wird, bei der sich digitale Zusatzinhalte in 3D-Ansicht ins Sichtfeld der Nutzer schieben. Mit dem neuen Betriebssystem iOS 11 hatte Apple ein eigenes ARKit vorgestellt.

Weitere Neuigkeiten aus dem Apple-Universum: Die Apple Watch Series 3 erhält einen internetfähigen LTE-Chip und eine elektronische SIM-Karte, mit dem das Gerät unabhängig vom iPhone funktionieren soll. Apple-Nutzer können ihr Telefon künftig zuhause lassen und die Uhr dennoch nutzen, Telefonate empfangen, Karten oder Navigation aufrufen sowie 40 Millionen Songs streamen oder sich mit dem Sprachassistenten Siri unterhalten. Mit dem LTE-Chip kostet das neue Modell 399 Dollar, ohne 329 Dollar. Vorbestellt werden können die Modelle ab dem 15. September, erhältlich in den Läden werden sie ab dem 22. September sein.

Apple TV erhält die höhere Auflösung 4K HDR und liefert damit künftig etwa viermal so viele Bildpunkte (Pixel) wie das bisherige Full HD. Die Bilder erscheinen schärfer und farbiger. Die Grafiken sollen künftig viermal schneller ausgeliefert werden.

Kommentare (1)

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Herr Christian Körner

13.09.2017, 10:21 Uhr

Huawei und inzwischen auch Nokia wieder - bauen tolle Smartphones - nur das Handelsblatt berichtet dann nicht mit 3 Artikeln auf ihrer ersten Seite - online....
sind das Werbeanzeigen?

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