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02.09.2012

12:50 Uhr

Apple-Konkurrent

Samsung drohen neue Schwierigkeiten

Der Streit um Patente könnten für den Apple-Konkurrenten Samsung zur Nebensache werden, obwohl Apple zunehmend die Oberhand gewinnt. Denn ein Bericht macht dem Smartphone-Hersteller jetzt schlimme Vorwürfe.

Kinder in einem Showroom von Samsung in Seoul. dapd

Kinder in einem Showroom von Samsung in Seoul.

BerlinDer südkoreanische Elektronikhersteller Samsung setzt in einigen seiner chinesischen Fabriken einem Magazinbericht zufolge angeblich Kinder ein. Der „Spiegel“ berichtete unter Berufung auf einen Report der in New York ansässigen Nichtregierungsorganisation China Labor Watch über diverse Missstände in sechs firmeneigenen Samsung-Fabriken in China. In drei der untersuchten Fabriken soll demnach sogar Kinderarbeit weit verbreitet sein. Die teils unter 16 Jahre alten Schüler würden dabei angeblich von den Lehrern zur Fabrikarbeit gezwungen, weil sie sonst kein Abschlusszeugnis erhielten. Die Verträge würden dabei direkt zwischen Schule und Fabrikbetreibern ausgehandelt, die Schulen bekämen im Gegenzug Geld, stellt der Bericht der Organisation fest. Das Papier soll Mitte der Woche veröffentlicht werden und liegt dem „Spiegel“ nach eigenen Angaben exklusiv vor.

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60-Stunden Woche: Die Arbeitsbedingungen unter denen iPads und iPods in China gefertigt werden, haben weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Laut einem aktuellen Bericht soll sich die Situation inzwischen gebessert haben.

Die Organisation prangert dem Magazin zufolge auch noch weitere Missstände an, darunter „gefährliche Arbeitsbedingungen“, „ungültige Arbeitsverträge“ und zu viele Überstunden. Samsung teilte dem Magazin am Freitag auf Anfrage mit: „Wir haben Kenntnis von dem Bericht von China Labor Watch und analysieren die Situation vollständig.“

Dessen ungeachtet erfreut sich der Handyhersteller in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Im Juni erreichten die Südkoreaner mit ihren Galaxy-Handys einen Rekord-Verkaufsanteil von 53 Prozent, wie das Magazin „Focus“ unter Berufung auf Daten der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung berichtete.

Damit entschied sich in dem Monat jeder zweite Smartphone-Käufer für ein Galaxy-Modell. Im Februar waren es noch 37 Prozent. US-Rivale und iPhone-Hersteller Apple fiel im selben Zeitraum auf 16 Prozent von 22 Prozent zurück, wie es in dem Bericht weiter hieß. Dies könne aber dem Magazin zufolge auch daran gelegen haben, dass viele Apple-Fans auf das neue iPhone 5 warteten. Der finnische Konzern Nokia verlor auf vier von neun Prozent.

Kommentare (8)

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black

02.09.2012, 14:18 Uhr

mein Kommentar betrachte ich selbst auf BILD-Niveau; aber trotzdem kann ich es mir nicht verkneifen:

"Gut so; ich hasse SAMSUNG"

Thomas

02.09.2012, 15:32 Uhr

Gut das es festgestellt wurde, kann der Smartphoneweltmarktführer Samsung Abhilfe schaffen.

Wie war das noch mit den Vorwürfen von Apples Produktionsstätte ? Stichwort Arbeitsbedingungen und und und....

Schöne Marktanteile in Deutschland : Samsung WOW ! Weiter so !

MikeM

02.09.2012, 18:30 Uhr

Samsung verkauft die besten Smartphones. Punkt.

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